Abo
  • Services:

Raumfahrt: Neuer Nasa-Chef für die Trump-Regierung

Zurück zur guten alten Zeit, als die US-amerikanische Raumfahrt allen anderen überlegen war - so ähnlich könnten die Pläne des Republikaners Jim Bridenstine zusammengefasst werden. Der 42-Jährige wird künftig die Nasa leiten.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Der neue Chef der Nasa, Jim Bridenstine
Der neue Chef der Nasa, Jim Bridenstine (Bild: C-Span)

Die Nasa bekommt einen neuen Chef: Die Trump-Regierung hat entschieden,, dass der 42-jährige Republikaner Jim Bridenstine aus Oklahoma das Amt übernehmen solle. Bridenstine muss noch durch den Senat bestätigt werden, ein formaler Prozess, der mehrere Wochen in Anspruch nimmt. So lange wird die Nasa weiterhin von Robert Lightfoot Jr. geleitet.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Neuer Nasa-Chef für die Trump-Regierung
  2. 'Friedliche Aktivitäten' werden fast überall gestrichen

Bridenstine reichte im vergangenen Jahr den American Space Renaissance Act in den Kongress der Vereinigten Staaten ein. Das Gesetz wurde unter Barack Obama nicht angenommen, zeigt aber deutlich, welche Absichten Bridenstine in seinem neuen Amt verfolgen wird. Kurz gesagt handelt es sich um eine Rückkehr zur Nasa des frühen kalten Krieges, mit dem Mars an Stelle des Mondes als Ziel. Der Gesetzesentwurf wurde eingereicht und beschrieben als "Gesetz zur Sicherstellung der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in der Raumfahrt und zu anderen Zwecken".

Raumfahrt zur militärischen Abschreckung und Machtprojektion

Der Gesetzesentwurf besteht aus drei Teilen: nationale Sicherheit, zivile Raumfahrt und kommerzielle Raumfahrt. Der erste Teil beginnt mit der Feststellung, dass die Raumfahrt in der nationalen Sicherheit der USA eine strategische Rolle spiele, um wirtschaftlichen Wohlstand, militärische Abschreckung und Machtprojektion sicherzustellen, woran auch die zivile und kommerzielle Raumfahrt einen wachsenden Anteil habe.

Die Definition des US-Verteidigungsministeriums meint mit Machtprojektion "die Fähigkeit eines Staates, alle oder einige Elemente seiner nationalen Macht - politische, wirtschaftliche, informationstechnische oder militärische - über schnelle und effektive Kräfte an weit entfernten Einsatzorten einsetzen zu können, um auf Krisen zu reagieren, um abzuschrecken und regionale Stabilität durchzusetzen."

Die Nasa soll zum Mars fliegen

Stellenmarkt
  1. Forever Digital GmbH, Hamburg
  2. Robert Bosch GmbH, Eisenach

Der zweite Teil des Gesetzesentwurfs, der zur zivilen Raumfahrt, betrifft die Nasa selbst und ist weitreichend. Dem Entwurf zufolge soll die Mission der Nasa auf Bereiche fokussiert werden, die nicht anderswo in der Regierung oder von privaten Unternehmen übernommen werden. Die Landung auf dem Mars soll im American Space Renaissance Act das Hauptziel der Nasa sein, solange noch kein Amerikaner auf dem Mars gelandet ist. Dazu sollen das Orion Raumschiff und die Schwerlastrakete SLS ausreichend Budget bekommen, um ihre Entwicklung abzuschließen.

Soweit wie möglich seien auch private Unternehmen an den Mars-Plänen beteiligt gewesen. Der Flug zum Mars soll dem Entwurf zufolge als Ziel in einem 20-Jahresplan der Nasa stehen und einen Fünfjahreszeitraum benennen, in dem die erste Landung eines US-Amerikaners stattfinden soll. Derzeit existieren keine konkreten Pläne für Missionen mit SLS oder Orion, sie müssten erst ausgearbeitet werden.

Wie schon jetzt vorgesehen, sollen alle Flüge im erdnahen Orbit, insbesondere zur Raumstation ISS, privatisiert werden. Die Nasa soll laut dem Gesetzentwurf auch untersuchen, wie nicht nur die Versorgung und Flüge zur ISS, sondern auch der Betrieb des US-amerikanischen Teils der ISS privatisiert werden können. Der Entwurf sah auch vor, private Unternehmen mit dem Aufbau von Raumstationen und Habitaten zu beauftragen, was derzeit vor allem Bigelow Aerospace betrifft. Ebenso privatisiert werden sollen die Detektierung und der Umgang mit Weltraumschrott, genauso wie der Start der weniger wichtigen Nasa-Missionen der Klassen C und D.

Zur Neuausrichtung der Nasa sah der Entwurf des American Space Renaissance Acts umfangreiche Änderungen in Kernbestandteilen vom National Aeronautics and Space Act vor, dem Gesetz, das den Auftrag der Nasa definiert (üblicherweise nur als Space Act bezeichnet). Auch dort sind der Vorrang des Militärs sowie die Ausweitung von Prestige und Machtinteressen der USA klar zu sehen.

'Friedliche Aktivitäten' werden fast überall gestrichen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking kaufen
  2. bei Alternate.de

M.P. 05. Sep 2017

Aber die Anreise...

M.P. 05. Sep 2017

Naja, immerhin haben die Polybutadien - "Kettenglieder" die Strukturformel https...

scat25 05. Sep 2017

Nicht nur die NASA will zum Mars! SpaceX und China sind da auch sehr aktiv. Indien hat...

ibsi 04. Sep 2017

+1 (k/t)

teenriot* 04. Sep 2017

Geld ist kein Problem. Die Mexikaner bezahlen das. (sry, konnte nicht widerstehen)


Folgen Sie uns
       


Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung erfolgte offenbar über eine Lernsoftware.

Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht Video aufrufen
Patscherkofel: Gondelbahn mit Sicherheitslücken
Patscherkofel
Gondelbahn mit Sicherheitslücken

Die Steuerungsanlage der neuen Gondelbahn am Innsbrucker Patscherkofel ist ohne Sicherheitsmaßnahmen im Netz zu finden gewesen. Ein Angreifer hätte die Bahn aus der Ferne übernehmen können - trotzdem beschwichtigt der Hersteller.
Von Hauke Gierow

  1. Hamburg Sensoren melden freie Parkplätze
  2. Edge Computing Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  3. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger

Ancestors Legacy angespielt: Mittelalter für Echtzeit-Strategen
Ancestors Legacy angespielt
Mittelalter für Echtzeit-Strategen

Historisch mehr oder weniger akkurate Spiele sind angesagt, nach Assassin's Creed Origins und Kingdom Come Deliverance will nun auch Ancestors Legacy mit Geschichte punkten. Golem.de hat eine Beta des im Mittelalter angesiedelten Strategiespiels ausprobiert.

  1. Into the Breach im Test Strategiespaß im Quadrat

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

    •  /