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Raumfahrt: Neue robotische Systeme für Mars- und Mondmissionen

Wissenschaftler haben auf einer Konferenz robotische Systeme vorgestellt, mit denen Menschen zukünftig auf Mars und Mond sicher agieren sollen.
/ Patrick Klapetz
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Menschliches Leben ist ohne technische Hilfsmittel außerhalb der Erde nicht möglich (Symbolbild). (Bild: Pixabay)
Menschliches Leben ist ohne technische Hilfsmittel außerhalb der Erde nicht möglich (Symbolbild). Bild: Pixabay

Auf einer Konferenz der American Geophysical Union (AGU) im US-Bundesstaat Louisiana(öffnet im neuen Fenster) sind neue Tools vorgestellt worden, die für Astronauten auf dem Mond oder Mars nützlich sein können. Diese Werkzeuge basieren auf Anwendungen, die ursprünglich für die Erde entworfen wurden, die man jedoch für den Einsatz auf anderen Himmelskörpern anpassen kann. Das Treffen fand am 17. Dezember 2025 statt.

Eines der vorgestellten Systeme(öffnet im neuen Fenster) wurde ursprünglich für die Beobachtung des Weltraumwetters in Erdnähe entwickelt, wie die Heliophysikerin Gina DiBraccio erklärt. Jedoch habe man die Daten von Marsmissionen wie dem Maven-Orbiter oder den Marsrovern Curiosity und Perseverance in das System eingebettet.

Zukünftige Marsastronauten können damit das Strahlenrisiko in nahezu Echtzeit bewerten. Das Projekt ist als All-in-One-Display konzipiert, auf das man von einem Tablet zugreifen kann. Darüber können Astronauten Weltraumwetterereignisse wie Sonneneruptionen überwachen und feststellen, ob sie Schutzmaßnahmen ergreifen müssen.

Sonnenzyklus-Katalog

Shannon Curry von der University of Colorado Boulder (CU Boulder) stellte dagegen einen Katalog von Mars-Weltraumwetterereignissen vor(öffnet im neuen Fenster). Dieser basiert auf den Daten des Maven-Orbiters, mit dem ein vollständiger Sonnenzyklus von 2014 bis 2025 erfasst wurde.

Durch diesen Katalog können Forschende die Strahlungswerte im Orbit quantifizieren - von denen einige die dünne Marsatmosphäre durchdringen und die Oberfläche erreichen können. Und das während Perioden sowohl niedriger als auch hoher Sonnenaktivität.

Wasser auf dem Mond

Eine weitere Herausforderung für zukünftige Mondastronauten wird die Beschaffung von Wasser sein. Dieses soll es zwar ausreichend auf dem Mond geben, jedoch gebunden im Boden oder als Wassereis in den schwer zugänglichen Mondkratern. Jedoch weisen die bisherigen Datensätze hierzu ein grundlegendes Problem auf, denn es gibt keine genaue Übereinstimmung darüber, wo sich das Wasser befinden soll, teilte Bethany Ehlmann von der CU Boulder mit. "Wir wissen im Großen und Ganzen, dass es am Südpol liegt, wir wissen im Großen und Ganzen, dass es nur wenige interessante Krater gibt", sagte sie. "Aber es ist, als würde man sagen: Irgendwo gibt es Wasser in der Stadt New Orleans."

Im Juli 2025 stellte die Nasa jedoch ein neues Bildspektrometer vor(öffnet im neuen Fenster), mit dem man die Unsicherheiten beheben kann. Demnach kann das Instrument in der Mondumlaufbahn eingesetzt werden(öffnet im neuen Fenster) und dient als eine Art "verbessertes Auge" für Astronauten und Wissenschaftler, denn mit ihm können Wasser und Mineralien kartiert werden. Dadurch können wissenschaftlich reichhaltige Probensammlungsstätten identifiziert werden.

Instrumente zur Mondstaubentfernung

Ein weiteres vorgestelltes Instrument soll mit der Artemis-IV-Mission mitfliegen(öffnet im neuen Fenster). Es handelt sich um ein Staub- und Plasmaumgebungsmessgerät, kurz Duster (Dust and Plasma Environment Surveyor), mit dem Staub- und Plasmabedingungen nahe der Mondoberfläche aufgezeichnet werden können.

Denn dieser scharfkantige und sehr feine Staub kann sich durch die Hülle der Raumanzüge fressen und zu Atemwegserkrankungen führen. Deswegen ist es für zukünftige Mondastronauten wichtig, die Bedingungen vor Ort zu kennen und zu bewerten.

Mit dem kompakten elektrostatischen Staubanalysator Ceda (Compact Electrostatic Dust Analyzer) können zudem die wichtigsten Eigenschaften des Mondstaubs gemessen werden. Das Instrument ist dafür ausgelegt, entweder auf der Oberfläche oder an Bord von orbitalen Raumfahrzeugen zu funktionieren und harte Landungen unabhängig von der Ausrichtung zu überstehen.


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