Raumfahrt: Neue Besatzung kommt auf chinesischer Raumstation an

Chinas neue Raumstation ist praktisch fertig. Gerade ist eine neue Besatzung in den Orbit geflogen.

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Künstlerische Darstellung der chinesischen Raumstation: Die Fertigstellung soll offiziell Ende Dezember verkündet werden.
Künstlerische Darstellung der chinesischen Raumstation: Die Fertigstellung soll offiziell Ende Dezember verkündet werden. (Bild: Shujianyang/Wikipedia/CC-BY-SA 4.0)

Angekommen: Eine neue Crew hat die chinesische Raumstation erreicht. Die drei Taikonauten sollen etwa sechs Monate auf der Station bleiben.

Fei Junlong, Deng Qingming und Zhang Lu waren am Dienstagabend um 23:08 Uhr Ortszeit (17:08 Uhr unserer Zeit) an Bord des Raumschiffes Shenzhou 15 vom Raketenstartplatz Jiuquan in der autonomen Region Innere Mongolei gestartet. Eine Rakete vom Typ Langer Marsch 2F brachte sie ins All.

Nach etwa neun Minuten erreichte das Schiff den Orbit und machte sich auf den Weg zur Station. Das Dockingmanöver am Tianhe-Modul (Himmlische Harmonie) erfolgte automatisch. Rund sechseinhalb Stunden nach dem Start habe die neue Crew das Modul betreten, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhuaund beruft sich auf die China Manned Space Agency (CMSA).

Taikonauten begrüßen Taikonauten

Die Shenzhou-14-Crew (Chen Dong, Liu Yang und Cai Xuzhe), die seit Juni im Orbit ist, begrüßte die drei neuen Taikonauten an Bord der Station. Die sechs werden fünf Tage zusammen auf der Station arbeiten. Dann wird die Shenzhou-14-Crew zurück zur Erde fliegen. Die Shenzhou-15-Besatzung wird ebenfalls ein halbes Jahr an Bord der Station wohnen.

Die chinesische Raumstation besteht aus drei Modulen. Das Zentralmodul Tianhe, in dem die Taikonauten wohnen, wurde im April vergangenen Jahres ins All gebracht. Die beiden anderen Module sind Labore, die in diesem Jahr ins All gebracht wurden: Wentian flog im Juli, Mengtian folgte im Oktober

Damit ist die neue Station praktisch komplett. Die offizielle Fertigstellung soll aber erst Ende Dezember verkündet werden. Die Mission der Station ist auf zehn Jahre ausgelegt. Das ist deutlich länger als bei den Vorgängern Tiangong-I und Tiangong-II. Beide dienten zur Vorbereitung der Tianhe-Mission, an der nach Vorstellung der Chinesen auch andere Nationen teilnehmen sollen.

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