Raumfahrt: Nasa und Esa ändern Plan zur Bergung von Marsproben

Der Rover für die Mars-Sample-Return-Mission wird nicht gebraucht. An seiner Stelle fliegen zwei Helikopter zum Mars.

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Neues Konzept für die Mars-Sample-Return-Mission: Perseverance schafft das.
Neues Konzept für die Mars-Sample-Return-Mission: Perseverance schafft das. (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Alles anders auf dem Mars: Die Raumfahrtorganisationen National Aeronautics And Space Administration (Nasa) und European Space Agency (Esa) haben ihr gemeinsames Marsprogramm geändert. Es wird weniger aufwendig als ursprünglich geplant.

Vor knapp anderthalb Jahren landete der von der Nasa entwickelte Rover Perseverance auf dem Mars. Seither ist er auf dem Planeten unterwegs, sammelt Gesteinsproben und verstaut sie an Bord.

Geplant war, dass Perseverance die Proben irgendwann an einem sicheren Ort abstellt. Esa und Nasa wollten eine weitere Mission zum Mars schicken, um das Material einzusammeln. Sie sollte aus einem Lander, einem Rover und einer Rakete bestehen. Nach der Landung sollte der Rover die Proben einsammeln und zur Rakete bringen. Diese sollte dann in den Orbit fliegen und die Proben an das Raumschiff Earth Return Orbiter übergeben, das sie zur Erde bringt.

Perseverance fährt länger als geplant

Perseverance erwies sich aber als sehr erfolgreich und die Nasa geht davon aus, dass der Rover sehr viel länger im Einsatz sein wird als gedacht. Deshalb hätten die Nasa und die Esa-Mitgliedsstaaten das Konzept für die Mars-Sample-Return-Mission geändert, teilte die Nasa mit.

Perseverance soll die genommenen Proben selbst einsammeln und zum Landeplatz des Sample Retrieval Landers bringen. Zur Sicherheit werden an Bord des Landers statt des Rovers zwei Drohnen mitfliegen. Diese sollen im Notfall die Proben bergen. Die Arbeiten an dem Rover werden eingestellt.

Die Drohnen werden dem Marshelikopter Ingenuity ähneln, der Teil der Perseverance-Mission ist. Es hat sich ebenfalls als erfolgreich erwiesen. Unter anderem war vorher nicht klar, ob ein Helikopter in der Marsatmosphäre fliegen kann.

Der Earth Return Orbiter, den die Esa entwickelt, soll Herbst 2027 zum Mars fliegen, der Sample Retrieval Lander im Sommer 2028. Voraussichtlich im Jahr 2033 sollen die Proben auf der Erde ankommen.

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VirusBlackBox 30. Jul 2022

Ein Helikopter kann eine Drohne sein, oder nicht? Macht man die Bezeichnung Drohne an...

Fwk 30. Jul 2022

Warum hat die esa eigentlich nicht hier in Forum mal gefragt, da hatte bestimmt einer...

azonic 30. Jul 2022

Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum die gezogenen Proben nicht wieder auf dem...



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