Raumfahrt: Nasa testet die Ausbreitung von Feuer in Raumschiffen
Feuer an Bord: ein Horrorszenario für Raumfahrer. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) will das Verhalten und die Ausbreitung von Feuer in einem Raumfahrzeug unter verschiedenen Bedingungen an Bord eines unbemannten Raumfrachters testen.
Dabei handelt es sich um einen Cygnus-Raumfrachter. Er war im Februar mit mehreren Tonnen Versorgungsgütern zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) geflogen und wurde am 11. Mai nach 83 Tagen von der Station abgedockt. Bevor das Raumfahrzeug Ende des Monats in der Erdatmosphäre verglühen wird, will die Nasa noch verschiedene Tests mit Feuer durchführen.
Nasa testet Brandmelder
So will die Raumfahrtbehörde testen, wie sich das Feuer unter verschiedenen Druckverhältnissen unter Beinahe-Schwerlosigkeit ausbreitet. Ein Test wird bei einem Druck wie etwa auf Meeresspiegelniveau und einer Sauerstoffkonzentration von 21 Prozent stattfinden, ein anderer bei geringerem Druck und höherer Sauerstoffkonzentration. Daneben sollen Systeme zur Branderkennung, zur Erfassung und Überwachung von Verbrennungsprodukten sowie Systeme zur Reinigung nach einem Feuer getestet werden.
Die Tests gehören zum Programm Spacecraft Fire Safety(öffnet im neuen Fenster) (Saffire). "Zu verstehen, wie sich Feuer bei Mikrogravitation verhält und wie sich Flammen bei verschiedenen Materialien im Weltraum ausbreiten, ist sehr wichtig für die Entwicklung zukünftiger bemannter Raumschiffe" , heißt es in der Programmbeschreibung der Nasa. Der jetzige Test ist der vierte aus dem Saffire-Programm.
Cygnus wird vom US-Luftfahrtkonzern Northrop Grumman gebaut. Der US-Rüstungskonzern hat den Entwickler, das Raumfahrtunternehmen Orbital Sciences, 2017 gekauft . Ein Cygnus-Raumfahrzeug flog erstmals 2013 zur ISS . Insgesamt gab es bisher 13 Einsätze eines solchen Raumfrachters.
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