Raumfahrt: Nasa stellt Milliarde für Raumtransporter bereit
Boeing(öffnet im neuen Fenster), Space Exploration Technologies(öffnet im neuen Fenster) (SpaceX) und Sierra Nevada Corporation(öffnet im neuen Fenster) (SNC) sollen Raumtransporter entwickeln, die künftig Besatzungen und Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) bringen. Dafür bekommen die drei US-Raumfahrtunternehmen bis Ende März 2014 über 1,1 Milliarden US-Dollar von der US-Weltraumbehörde Nasa.
Der US-Luftfahrtkonzern Boeing bekommt von der Nasa den Löwenanteil von 460 Millionen US-Dollar, gefolgt von SpaceX: Das von Elon Musk gegründete Unternehmen erhält 440 Millionen US-Dollar. SNC bekommt 212,5 Million US-Dollar.
Das Geld hat die Nasa im Rahmen des Commercial Crew Program(öffnet im neuen Fenster) (CCP) bereitgestellt. Dessen Ziel ist es, Raumfahrzeuge durch US-Unternehmen entwickeln zu lassen, mit denen "unsere Astronauten von US-Grund und -Boden" aus Richtung ISS starten können, sagte Nasa-Direktor Charles Bolden(öffnet im neuen Fenster). Die Nasa selbst hat mit der Stilllegung der Spaceshuttles die Versorgung der ISS aufgegeben. Sie konzentriert sich auf Missionen zu anderen Planeten, allen voran zum Mars.

Am weitesten der drei Konkurrenten ist SpaceX: Das Unternehmen hat bereits die erste Reise zur ISS unternommen. In Mai 2012 war die Raumkapsel Dragon(öffnet im neuen Fenster) mit Versorgungsgütern zu der Station geflogen. Der erste Flug wurde unbemannt durchgeführt. In Zukunft will SpaceX aber auch Astronauten zur ISS und wieder zurück transportieren.

Boeing arbeitet an einer Raumkapsel der Crew Space Transportation 100(öffnet im neuen Fenster) (CST-100). Im Frühjahr hat das Unternehmen die erste Testlandung mit der Kapsel durchgeführt.

SNC setzt auf ein Konzept, das mit dem Konzept bei Spaceshuttles vergleichbar ist: Das Unternehmen will mit dem Dream Chaser(öffnet im neuen Fenster), einer wiederverwendbaren Raumfähre zur ISS fliegen. Einen Schwebetest hat SNC im Mai durchgeführt. Die erste unbemannte Landung soll noch in diesem Jahr stattfinden.
Das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründete Unternehmen Blue Origin(öffnet im neuen Fenster) ist nicht mehr beim CCP dabei. Im vergangenen Jahr hatte Blue Origin noch Geld von der Nasa für die Entwicklung des Raumfahrzeugs New Shepard(öffnet im neuen Fenster) erhalten. Im Mai 2011 hatte Blue Origin auch einen erfolgreichen Testflug durchgeführt. Beim folgenden Test war das Raumfahrzeug zerstört worden.
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