• IT-Karriere:
  • Services:

Raumfahrt: Nasa schickt nuklear angetriebene Drohne zum Saturnmond

Gibt es Leben auf dem Titan, dem größten Mond des Planeten Saturn? Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Mitte der 2020er Jahre eine Drohne hinschicken, um das herauszufinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstlerische Darstellung der Drohne Dragonfly
Künstlerische Darstellung der Drohne Dragonfly (Bild: Nasa/JHU-APL)

Einen Flug zum bis zum Saturn plant die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa): Sie will in sieben Jahren eine Mission auf die Reise zu Titan, dem größten Mond des Saturn, schicken und mit einem ganz besonderen Vehikel erkunden.

Stellenmarkt
  1. REALIZER GmbH, Bielefeld
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden

Mit einer Drohne will die Nasa den Saturnmond erforschen: Dragonfly ist ein Octocopter, der größere Distanzen auf dem Himmelskörper im Flug zurücklegen soll. Er hat vier Doppelrotoren, die von einer Radionuklidbatterie mit Strom versorgt werden. Das System wandelt die thermische Energie aus dem Kernzerfall in elektrische Energie.

Dragonfly soll auf Titan an mehreren Stellen landen, um dort wissenschaftliche Experimente durchzuführen und Proben zu sammeln, die dann vor Ort ausgewertet werden. Die Landepunkte sollen etwa acht Kilometer auseinander liegen. Insgesamt soll die Drohne während der auf 2,5 Jahre angelegten Mission rund 175 Kilometer weit fliegen.

Ziel der Mission ist die Suche nach außerirdischem Leben: Titan gilt als ein Himmelskörper, auf dem Leben in irgendeiner Form existieren könnte: Auf dem Mond wurden Hinweise auf ehemals flüssiges Wasser sowie organische Stoffe gefunden - also alles, was für die Entwicklung von Leben nötig ist.

"Titan ist anders als jeder andere Ort im Sonnensystem, und Dragonfly ist wie keine andere Mission", sagte Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der Nasa. "Es ist bemerkenswert, an diesen Drehflügler zu denken, der kilometerweit über die organischen Sanddünen des größten Saturnmondes fliegt und die Prozesse erforscht, die diese außergewöhnliche Umgebung geprägt haben. Dragonfly wird eine Welt voll mit einer großen Auswahl organischer Verbindungen besuchen, die die Bausteine des Lebens sind und uns etwas über den Ursprung des Lebens lehren könnten."

Ende 2017 hatte die Nasa Titan als ein mögliches Missionsziel des Programms New Frontier genannt. Ein anderes wäre der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gewesen. Der Lander Caesar hätte dort Gesteinsproben nehmen und diese zur Erde bringen sollen.

Dragonfly soll voraussichtlich 2026 starten. Wenn alles nach Plan läuft, wird das Raumfahrzeug 2034 auf Titan ankommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

cpt.dirk 04. Jul 2019

Interessant zu sehen, dass und wie die Thematik in der Raumfahrt berücksichtigt wird, danke!

FreiGeistler 01. Jul 2019

Dann schau dir bloss nicht das Rüstungsbudget an. Ist doch traurig: An ziviler Forschung...

Rapid4 01. Jul 2019

https://www.imdb.com/title/tt2051879/ Europa Report 2013 gab es schon mal eine Mission zu...


Folgen Sie uns
       


Silent Hill (1999) - Golem retro_

Wir haben einen Ausflug ins beschauliche Silent Hill gemacht - und ins Jahr 1999.

Silent Hill (1999) - Golem retro_ Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Galaxy Fold im Test: Falt-Smartphone mit falschem Format
Galaxy Fold im Test
Falt-Smartphone mit falschem Format

Samsung hat bei seinem faltbaren Smartphone nicht nur mit der Technik, sondern auch mit einem misslungenen Marktstart auf sich aufmerksam gemacht. Die zweite Version ist deutlich besser geglückt und aufregend in ihrer Neuartigkeit. Nur: Wozu braucht man das Gerät?
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Faltbares Smartphone Samsung verkauft eine Million Galaxy Fold
  2. Samsung Galaxy Fold übersteht weniger Faltvorgänge als behauptet

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

    •  /