Raumfahrt: Nasa probt Betankung von Satelliten

CSA und Nasa bereiten das erste Tankmanöver an der ISS vor: Sie wollen anhand eines Modellsatelliten zeigen, wie sie künftig Satelliten mit neuem Treibstoff betanken.

Artikel veröffentlicht am ,
Robotic Refueling Mission: tanken und sparen
Robotic Refueling Mission: tanken und sparen (Bild: Nasa)

Jetzt wird es Ernst an der Robo-Tankstelle auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS): In der kommenden Woche wollen die Raumfahrtagenturen der USA und Kanadas erstmals das Betanken eines Satelliten im All proben.

  • So stellt sich der Künstler die Weltraumtankstelle im Einsatz vor: Der Roboter entfernt einen Tankdeckel vom Modellsatelliten. ( (Bild: Nasa)
  • Die Roboterarme Canadarm2 (l.) und Dextre (r.) hantieren mit den RRM-Werkzeugen. (Bild: Nasa)
  • Am 12. Juli 2011 brachten die ISS-Besatzungsmitglieder Mike Fossum und Ron Garan das RRM-Modul aus dem Spaceshuttle Atlantis zu einer Plattform am Roboterarm Dextre. (Bild: Nasa)
So stellt sich der Künstler die Weltraumtankstelle im Einsatz vor: Der Roboter entfernt einen Tankdeckel vom Modellsatelliten. ( (Bild: Nasa)
Stellenmarkt
  1. Referent Technik / Technische IT (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt, Leipzig, Dortmund
  2. (Senior) SAP Technology Engineer (m/w/d)
    OEDIV KG, Oldenburg
Detailsuche

Robotic Refueling Mission (RRM) heißt das Projekt. Ziel ist, Satelliten, denen der Treibstoff ausgegangen ist, zu betanken, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Später sollen Satelliten auch repariert werden können. Satelliten mit neuem Treibstoff zu versorgen oder zu reparieren, sei deutlich günstiger als neue ins All zu schießen, sagt Benjamin Reed vom Satellite Servicing Capabilities Office der National Aeronautics and Space Administration (Nasa). Die Nasa hofft, auf diese Weise Millionen, wenn nicht gar Milliarden US-Dollar zu sparen.

Die Aufgabe ist jedoch schwierig: Beim Bau war nicht vorgesehen, dass die Satelliten noch einmal betankt werden. Die Tanks sind deshalb sorgfältig versiegelt. Zuerst müssen deshalb Drähte entfernt werden, mit denen die Tankdeckel verplombt sind. Dann wird der Deckel abgenommen, die Tankversiegelung durchstoßen und schließlich ein Tankschlauch eingeführt. Schließlich wird - bei praktisch komplett fehlender Schwerkraft - Treibstoff in den Satelliten gepumpt.

Tankwart auf der Erde

Das ganze Manöver führen Mitarbeiter der Nasa und der Canadian Space Agency (CSA) von der Erde aus mit den beiden kanadischen Roboterarmen der ISS, Special Purpose Dexterous Manipulator (Dextre) und Canadarm2, durch. Als Versuchsobjekt dient ein Modellsatellit; der verfügt über Kappen, Düsen und Ventile, mit denen Satelliten üblicherweise ausgestattet sind.

Die Ausrüstung der Satellitentankstelle hatte 2011 das Spaceshuttle Atlantis bei der letzten Mission zur ISS transportiert. Erste Tests führten Amerikaner und Kanadier im März und im Juni 2012 durch. Die kommende Testreihe ist auf fünf Tage angesetzt und soll zwischen dem 14. und 24. Januar 2013 durchgeführt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska

Mit 250.000 US-Dollar sollen die Raketen von Astra zum Preis eines Sportwagens hergestellt werden können. Wie will die Firma das schaffen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska
Artikel
  1. Extraction: Rainbow Six und der Kampf gegen Außerirdische
    Extraction
    Rainbow Six und der Kampf gegen Außerirdische

    E3 2021 Es ist ein ungewöhnlicher Ableger für Siege: Ubisoft hat Rainbow Six Extraction vorgestellt, das auf den Kampf gegen KI-Aliens setzt.

  2. Fifa, Battlefield und Co.: Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar
    Fifa, Battlefield und Co.
    Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar

    Die Hacking-Gruppe erklärt dem Magazin Motherboard Schritt für Schritt, wie der Hack auf EA gelang. Die primäre Fehlerquelle: der Mensch.

  3. Onlinetickets: 17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro
    Onlinetickets
    17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro

    Mit illegal erworbenen Onlinetickets soll ein 17-Jähriger die Bahn um 270.000 Euro geprellt haben. Entdeckt wurde er nur durch Zufall.

caso 14. Jan 2013

Damit sich ein Propeller dreht oder wie? Ionentriebwerke sind zu schwach.

Sharra 13. Jan 2013

Hier geht es nicht um Hektoliter, wie bei amerikanischen Straßenkreuzern, sondern um...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ • Amazon: PC-Spiele reduziert (u. a. C&C: Remastered Collection 9,99€) [Werbung]
    •  /