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Raumfahrt: Nasa macht Asteroiden zum Mond-Mond

Der Mond bekommt einen Mond: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will einen Felsbrocken von einem Asteroiden in eine Mondumlaufbahn bringen. Die Asteroidenmission könnte schon in wenigen Jahren starten.

Artikel veröffentlicht am ,
Asteroid Redirect Mission: Triebwerktechnik und Abwehrmaßnahmen testen
Asteroid Redirect Mission: Triebwerktechnik und Abwehrmaßnahmen testen (Bild: Nasa)

Asteroidchen statt Asteroid: Die Asteroid Redirect Mission (ARM) wird deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Statt eines ganzen Asteroiden soll nur ein größerer Brocken von einem Asteroiden in den Mondorbit gebracht werden. Das hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) angekündigt.

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Zugegeben, das klang schon sehr nach Science-Fiction: Die Nasa wollte ein unbemanntes Raumfahrzeug zu einem kleineren Asteroiden schicken und diesen einfangen. Er sollte in Richtung Erde transportiert und in eine Mondumlaufbahn gebracht werden. Von der Erde wäre dann eine bemannte Mission zu dem Asteroiden geflogen, um ihn zu untersuchen.

Nasa verkleinert Vorhaben

Die neuen Pläne der Nasa fallen bescheidener aus: Es soll immer noch ein unbemanntes Raumfahrzeug zu einem Asteroiden fliegen. Doch statt den ganzen Asteroiden einzufangen, soll es sich lediglich einen größeren Brocken von dessen Oberfläche schnappen. Dann geht es weiter wie gehabt: Das Raumschiff wird den Brocken zum Mond bringen und ihn in einem Orbit um den Mond absetzen. Dann soll der Brocken Besuch von der Erde bekommen.

Möglicher Starttermin ist das Jahr 2020. Details will die Nasa erst 2019 bekanntgeben, darunter das Ziel der Mission. Infrage kommen drei Asteroiden: (25143) Itokawa, zu dem auch schon die japanische Sonde Hayabusa geflogen ist, (101955) Bennu und 2008 EV5. Weitere Kandidaten können laut Nasa hinzukommen.

Besuch von der Erde Mitte der 2020er Jahre

Gut sechs Jahre werde die Rückreise zur Erde dauern, schätzt die Nasa. Eine bemannte Mission zu dem Brocken könnte demnach Mitte der 2020er Jahre starten. Voraussichtlich werden zwei Astronauten zu dem neuen Mondmond fliegen. Das Raumfahrzeug wird das Orion Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV), das im Dezember 2014 erstmals geflogen ist. Die Mission soll 24 oder 25 Tage dauern.

"Die Asteroid Redirect Mission wird erstmals verschiedene Raumfahrttechniken demonstrieren, die wir brauchen, um Astronauten tiefer in den Weltraum und schließlich zum Mars zu schicken", sagt Robert Lightfoot. "Die Möglichkeit, einen Felsblock von einem Asteroiden zu holen, wird einen direkten Einfluss auf die Planung zukünftiger bemannter Missionen in den entfernteren Weltraum haben und eine neue Ära der Raumfahrt einläuten."

Nasa will Ionenantrieb testen

Unter anderem will die Nasa bei dieser Mission den solarelektrischen Antrieb (Solar Electric Propulsion, SEP) testen, eine Form des Ionenantriebs. Dabei wird mit einem Ionenstrahl ein Rückstoß erzeugt, der das Raumschiff antreibt. Als Energiequelle dient in diesem Fall die Sonne. Mit einem solchen Antrieb könnten unbemannte Raumschiffe ausgestattet werden, die Güter für bemannte Missionen transportieren.

Zudem will die Nasa diese Mission dazu nutzen, Techniken zu testen, die verhindern, dass ein Himmelskörper mit der Erde kollidiert. Dazu gehört beispielsweise, ihn von seiner Bahn abzulenken. Asteroiden stellen eine Gefahr für die Erde dar.

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Technikfreak 27. Mär 2015

Die Tage verlängern sich, weil der Mond da ist, nicht weil er nicht da ist. Bei der...

teenriot* 27. Mär 2015

Ja gut. Aber der Schlingel hat nicht gesagt, dass die NASA nicht die NSA totalüberwacht hat.

Korashen 26. Mär 2015

Ja, weiß ich doch, daher ja auch die ganzen NASA Teile, die mit dem Update dazu kamen. ;-)


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