Abo
  • Services:

Raumfahrt: Nasa lässt über Raumanzug-Designs abstimmen

Bis zum Herbst dieses Jahres will die US-Raumfahrtbehörde einen Prototyp des neuartigen Raumanzugs Z-2 bauen, mit dem umfangreiche Tests durchgeführt werden sollen. Die Internetgemeinde ist aufgerufen, über das Design des Anzugs abzustimmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumanzug Z-2: Einstieg durch Öffnung am Rücken
Raumanzug Z-2: Einstieg durch Öffnung am Rücken (Bild: Nasa)

Modenschau bei der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa). Auf dem Laufsteg: drei Varianten des Raumanzugs Z-2. Die Jury: die Internetgemeinde.

  • Der Raumanzug Z-2 im Design Biomimicry, das von Tiefseebewohnern inspiriert ist (Bild: Nasa)
  • Die Anzüge der Z-Serie sollen außen am Raumschiff angebracht werden. Der Astronaut wird durch eine Öffnung am Rücken hineinsteigen. (Bild: Nasa)
  • Das zweite Design: Technology mit leuchtenden Flächen und Bändern (Bild: Nasa)
  • Die Nasa lässt darüber abstimmen, welches von drei Designs als Prototyp gebaut werden soll. Technology liegt derzeit vorn. (Bild: Nasa)
  • Entwurf Nummer drei heißt Trends in Society. Er soll eine Ahnung von der Alltagskleidung der Zukunft vermitteln. (Bild: Nasa)
  • Den Protoyp will die Nasa ab Herbst unter Wasser, Vakuum und auf einer simulierten Marsoberfläche testen. (Bild: Nasa)
  • Der Vorgänger: Der Z-1 wurde vom Time Magazine als eine der besten Entwicklungen des Jahres 2012 ausgezeichnet. (Bild: Nasa)
Der Raumanzug Z-2 im Design Biomimicry, das von Tiefseebewohnern inspiriert ist (Bild: Nasa)
Stellenmarkt
  1. ARZ Haan AG, Haan, Düsseldorf oder Wesel
  2. STUTE Logistics (AG & Co.) KG, Bremen

Der Z-2 ist der Prototyp eines Raumanzugs, wie ihn Astronauten bei künftigen Missionen zu fremden Himmelskörpern, etwa zu einem Asteroiden oder zum Mars, tragen sollen. Das Neue an der Z-Serie ist, dass der Anzug außen am Raumschiff angebracht werden soll. Der Astronaut wird sich also nicht mehr in den Anzug im Raumschiff zwängen und dieses dann durch eine Schleuse verlassen, sondern er wird durch eine Öffnung am Rücken in den Anzug hineinsteigen.

Gedruckter Anzug

Der Z-2 ist gegenüber dem Vorgänger etwas modifiziert worden. So bestehen der obere und der untere Torso aus einer harten Verbundkonstruktion, die den Träger vor einem Aufprall oder einem Schlag schützen soll. Bei Anpassung und dem Bau des Anzuges werden 3D-Laserscanner und 3D-Drucker eingesetzt.

Mit den Anzügen der Apollo-Astronauten hat der Z-2 wenig Ähnlichkeit. Tatsächlich sehen die Träger eher aus, als seien sie einem Science-Fiction-Film entsprungen. Die Nasa hat drei Designs des Anzugs ersonnen: Biomimicry, Technology und Trends in Society. Auf der Z2-Website können Nutzer abstimmen, welches der drei sie bevorzugen.

Tiefsee und Weltall

Biomimicry ziehe seine Inspiration aus dem Meer. Vorbild seien einige der "zähesten Kreaturen der Erde": Fische und Reptilien, die in der Tiefsee leben und deren Haut vor sehr rauen Bedingungen schützt. Der Anzug imitiert sogar die Bioluminiszenz der Tiefseebewohner mit einem elektroluminiszenten Draht.

Deutlich mehr leuchtet die Variante Technology. Statt eines einzigen Leuchtdrahtes sind darin größere leuchtende Flächen integriert: auf Brust und Rücken, an den Seiten sowie auf den Händen. Er macht den futuristischsten Eindruck der drei.

Alltagskleidung der Zukunft

Etwas verspielter kommt Trends in Society daher. Er ist etwas farbenfroher als die beiden anderen Anzüge. Inspiration sei Sportbekleidung gewesen, schreibt die Nasa. Er soll eine Ahnung davon vermitteln, wie Alltagskleidung "in einer nicht allzu fernen Zukunft" aussehen könnte.

Abgestimmt werden kann noch bis zum 15. April. Der Sieger wird am 30. April bekanntgegeben. Derzeit liegt das Design Technology mit fast zwei Dritteln der Stimmen vorn, gefolgt von Biomimicry, für das knapp 22 Prozent stimmten. Für den Gesellschaftsraumzug konnten sich bislang nur etwa 14 Prozent der Nutzer begeistern.

Prototyp im Herbst 2014

Einen Z2-Prototyp will die Nasa bis November dieses Jahres bauen. Damit sollen Tests in einer Vakuumkammer, in einem großen Wasserbecken sowie auf einer simulierten Marsoberfläche durchgeführt werden.

Den ersten Prototyp aus der Z-Serie hat die US-Raumfahrtbehörde 2012 vorgestellt. Das Time Magazine wählte ihn zu einer der besten Entwicklungen des Jahres.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 297,00€ + 4,99€ Versand
  2. (u. a. 480-GB-SSD 59€, 2-TB-SSD 274€, 64-GB-USB3-Stick 10,99€)
  3. (u. a. 16 GB DDR4-2666 von HyperX für 109,90€)
  4. (u. a. Acer und HP-Notebooks ab 519€)

n0m 28. Mär 2014

Bei solchen Vergleichen fällt mir immer der Space Pen ein.

YaelSchlichting 28. Mär 2014

Abgesehen davon, daß das zweite - das mit der hell leuchtenden Applikation - den Träger...

Dorsai! 28. Mär 2014

Er meint vermutlich, man könne sie sich "sparen". Was aber nicht stimmen. Meinem...

ichbinsmalwieder 28. Mär 2014

http://de.wikipedia.org/wiki/Thron http://de.wikipedia.org/wiki/Tron_%28Film%29

perseus 27. Mär 2014

... fliegen die Anzüge dann nicht weg, wenn die beim Start außen am Kleiderbügel hängen. ;-)


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht

Golem.de hat den neuen Audi E-Tron auf einem Ausflug in die Wüste von Abu Dhabi getestet.

Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
    Autonome Schiffe
    Und abends geht der Kapitän nach Hause

    Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
    2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
    3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

      •  /