Moon Base II und III starten ebenfalls 2026
Astrobotic soll im Laufe des Jahres dann Moon Base II starten. Zum Einsatz wird die Griffin-Landefähre kommen, die ein Frachtgewicht von einer halben Tonne transportieren kann. Griffin soll unter anderem den Flip-Rover von Astrolabs transportieren, welcher Informationen für den künftigen Einsatz von Mondfahrzeugen (LTV) liefern soll.
Zwar hat das Unternehmen bereits 2024 den Mond mit seiner Landefähre Peregrine angesteuert, musste wegen technischer Probleme jedoch in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht werden.
Mit Moon Base III sollen einige Nutzlasten der Nasa(öffnet im neuen Fenster), aber auch von der europäischen Raumfahrtbehörde Esa und dem südkoreanischen Kasi-Institut (Korea Astronomy and Space Science Institute) zum Mond gebracht werden. Hierfür soll der Mondlander Nova-C Trinity von Intuitive Machines zum Einsatz kommen, dem Unternehmen, das bereits erfolgreich auf der Mondoberfläche landen konnte.
Als Hauptnutzlast wird sich der robotische Rover Lunar Vertex an Bord von Nova-C Trinity befinden. Er soll die hellen Flecken auf der Mondoberfläche, die sogenannten Mondwirbel, untersuchen, um das Verständnis der Oberflächenentwicklung und des Materialverhaltens unter extremen Bedingungen zu verbessern.
Moon Base ist nur der Anfang
Überdies hat die Nasa noch weitere Ankündigungen gemacht. 219 Millionen Dollar werden an Astrolab und 220 Millionen Dollar an Lunar Outpost vergeben, um die Entwicklung von zwei neuen Mondrovern für den Transport von Astronauten bis zur astronautischen Mondlandung im Jahr 2028 voranzutreiben.
CLV-1 von Astrolabs ist zudem für die Beförderung von Nachschub und die Unterstützung von Fernoperationen konzipiert, wogegen der Pegasus-Rover von Lunar Outpost eine leichtere, einsatzbereite Weiterentwicklung des Eagle-Rovers der Apollo-Missionen ist, der manuelles, autonomes und ferngesteuertes Fahren unterstützt.
Beide Unternehmen sollen laut der Nasa die Rover-Entwürfe innerhalb der nächsten 18 Monate fertigstellen, bemannte Testfahrten durchführen und die Fahrzeuge für die Einsatzbereitschaft qualifizieren. Blue Origin erhält für den Transport der Rover zum Mondsüdpol 188 Millionen Dollar – sowie die Option, zwei weitere Missionen mit Blue Moon Mark I im Wert von 280,4 Millionen Dollar zu fliegen.
Firefly Aerospace wurde von dem Jet Propulsion Laboratory der Nasa mit der Herstellung des Raumfahrzeugs beauftragt, das seine vier Moonfall-Drohnen(öffnet im neuen Fenster) zum Mond bringen soll. Der Start ist für 2028 geplant. Nach der Landung auf dem Mond werden die Drohnen im Laufe eines einzigen Mondtages, was 14 Tagen auf der Erde entspricht, hochauflösende Bilder von schwer zugänglichem Gelände sammeln und anschließend mehrere Monate lang eine Überlebensausrüstung für die Nacht betreiben.
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