Raumfahrt: Nasa gibt Mondmission Lunar Flashlight auf

Der Antrieb des Satelliten hat versagt. Alle Versuche der Nasa sind gescheitert, das Problem von der Erde aus zu lösen.

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Künstlerische Darstellung des Satelilten Lunar Flashlight: ungiftiger Treibstoff
Künstlerische Darstellung des Satelilten Lunar Flashlight: ungiftiger Treibstoff (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Ein Antriebsproblem lässt eine Mondmission der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) scheitern. Komplett gescheitert ist die Mission aber nicht.

Der Kleinsatellit Lunar Flashlight wird nicht wie geplant in eine Mondumlaufbahn einschwenken. Der etwa koffergroße Lunar Flashlight ist mit einem miniaturisierten Antriebssystem ausgestattet. Das erzeugte jedoch nicht genug Schub, um den Satelliten in den Orbit um den Mond zu bringen. Der Antrieb ist der erste, der mit dem ungiftigen Treibstoff Advanced Spacecraft Energetic Non-Toxic (Ascent) betrieben wird.

Ursache sind laut Nasa wahrscheinlich Ablagerungen in den Treibstoffleitungen der Schubdüse. Das System für die Treibstoffzufuhr wurde in einem additiven Verfahren hergestellt. Das Team mutmaßt, dass Trümmerteile wie Metallpulver oder Späne den Treibstoffzufluss zu den Triebwerken behindern. Die Nasa hat von der Erde aus versucht, das Problem zu beseitigen, indem der Druck der Treibstoffpumpen stark erhöht wurde. Allerdings war die Maßnahme nicht erfolgreich.

Lunar Flashlight startete im Dezember

Lunar Flashlight war für die Artemis-I-Mission vorgesehen. Der Satellit flog stattdessen ebenfalls im Dezember 2022 an Bord einer Falcon 9 zusammen mit der gescheiterten japanischen Mondlandemission Hakuto-R ins All.

Am Südpol des Mondes sollte der Satellit nach Wasser suchen. Dafür hat er ein neuartiges Laser-Reflektometer an Bord. Zwar kam es nicht für den vorgesehenen Zweck zum Einsatz. Dennoch konnte das Team das Instrument testen und zeigen, dass es wie geplant funktioniert hätte.

"Technologiedemonstrationen sind naturgemäß risikoreicher und lohnender, sie sind für die Nasa unerlässlich, um zu testen und zu lernen", sagte Christopher Baker, Programmleiter für Small Spacecraft Technology bei der Nasa. "Lunar Flashlight war sehr erfolgreich, da es ein Testfeld für neue Systeme war, die noch nie zuvor ins Weltall geflogen sind. Diese Systeme und die Lehren, die wir aus Lunar Flashlight gezogen haben, werden wir für künftige Missionen nutzen."

Nachdem Lunar Flashlight am Mond vorbeigeflogen ist, bewegt sich das Raumfahrzeug jetzt wieder in Richtung Erde. Es wird sie am 17. Mai in einer Entfernung von rund 65.000 Kilometern passieren und dann in den Tiefen des Weltraums verschwinden. Die Nasa erwägt Optionen für dessen Zukunft.

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