Raumfahrt: Nasa fördert Venusdrohnen und andere Projekte

Die Nasa stellt über fünf Millionen US-Dollar für Raumfahrt-Projekte bereit. Unter anderem soll die Venus mit Drohnen erforscht werden.

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Künstlerische Darstellung der Manta-Drohnen auf der Venus
Künstlerische Darstellung der Manta-Drohnen auf der Venus (Bild: Javid Bayandor)

Kommt nach dem Hubschrauber auf dem Mars eine Aufblasdrohne auf der Venus? Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat eine Reihe von Projekten zur Erkundung des Sonnensystems ausgewählt, die sie fördern will. Darunter ist eines, das Drohnen auf unseren Nachbarplaneten schicken will.

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Bioinspired Ray for Extreme Environments and Zonal Exploration, kurz Breeze, heißt das Projekt, das an der State University of New York ersonnen wurde. Die Idee ist, mehrere Drohnen auf die Venus zu bringen, die den Planeten erforschen.

Die Drohnen sind nach dem Vorbild eines Manta konzipiert. Wie der Riesenrochen sollen sie sich durch eine Art Flügelschlag fortbewegen. Der Antrieb wird jedoch hauptsächlich zur Steuerung benötigt. Denn in erster Linie sollen sie mit den starken Winden gleiten, die es über der Venus gibt.

Drohnen fliegen mit dem Wind

Die Drohnen werden in einer Höhe von 50 bis 60 Kilometern über der Oberfläche segeln und den Planeten in etwa vier bis sechs Tagen umrunden. Dabei sollen sie die Atmosphäre und das Wetter erforschen, sie sollen das Magnetfeld bestimmen sowie eine detaillierte Karte der Oberfläche erstellen. Dazu sind die Fluggeräte mit diversen Instrumenten ausgestattet, darunter Anemometer, Magnetometer, Massenspektrometer, Radar oder eine Kamera.

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Die aufblasbaren Drohnen müssen sehr robust sein, um den Bedingungen vor Ort zu trotzen: 50 Kilometer über der Planetenoberfläche sind die Bedingungen deutlich angenehmer. Dort herrscht ein Druck von 1 Bar, die Temperaturen liegen bei 75 Grad Celsius. Deutlich ungemütlicher ist es auf der Oberfläche: Dort herrscht ein Druck von 92 Bar - das entspricht auf der Erde in etwa dem Druck in einer Wassertiefe von 900 Metern. Die Temperaturen liegen bei etwa 500 Grad Celsius.

Breeze ist eines von 17 Projekten, das die Nasa im Rahmen ihres Programms Innovative Advanced Concepts (NIAC) fördert. Finanziert werden Luft- und Raumfahrtprojekte in einem frühen Stadium. Dabei geht es beispielsweise um Kletterroboter, die unterirdische Höhlen auf dem Mars erforschen sollen, die Nutzung von Atomenergie für Raumfahrzeuge oder einen Schwarm von 3D-gedruckten schwimmenden Mikrorobotern, die Ozeanwelten wie die Jupitermonde Enceladus, Europa und Titan erkunden könnten.

Die Nasa stellt für NIAC insgesamt 5,1 Millionen US-Dollar zu Verfügung. Zwölf Projekte erhalten jeweils 175.000 US-Dollar über neun Monate, die fünf fortgeschritteneren Projekte erhalten 600.000 US-Dollar über zwei Jahre.

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