Raumfahrt: Nasa empfängt Signal von Voyager 2

Die Nasa will versuchen, den Fehler mit der Antennenausrichtung zu beheben.

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Künstlerische Darstellung einer Voyager-Raumsonde: Geht die Kommunikation schon vor Mitte Oktober wieder?
Künstlerische Darstellung einer Voyager-Raumsonde: Geht die Kommunikation schon vor Mitte Oktober wieder? (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Da ist sie ja wieder: Wenige Tage nach dem Kontaktabbruch hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) wieder ein Signal der Raumsonde Voyager 2 empfangen. Die Kommunikation war nach einem verunglückten Manöver abgebrochen.

Die Antennen des Deep Space Network (DSN) hätten ein Trägersignal von Voyager 2 empfangen, teilte die Nasa mit. Das Signal sei zwar zu schwach, um Daten zu extrahieren. Es zeige aber, dass die Sonde noch in Betrieb und auf ihrer erwarteten Flugbahn sei.

Der Kontakt zu der Sonde war am 21. Juli 2023 abgebrochen, nachdem "eine Serie geplanter Befehle" an sie gesendet worden war. Die hatten dazu geführt, dass sich die Antenne um 2 Grad von der Erde wegdrehte, weshalb kein Kontakt mehr möglich war.

Die Nasa will die Antenne neu ausrichten

Das Team will laut Nasa versuchen, ein Manöver zu initiieren, um die Antenne wieder besser auszurichten. Der entsprechende Befehl soll über das DSN übertragen werden. Das DSN ist ein System von weltweit verteilten Antennen, unter anderem vom Goldstone Observatory in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien und vom Canberra Deep Space Communication Complex (CDSCC) südwestlich der australischen Hauptstadt Canberra. Sie werden unter anderem zur Kommunikation mit weit entfernten Raumsonden und Satelliten genutzt.

Falls das nicht funktioniert, bedeutet das aber nicht das Ende der Voyager-2-Mission: Die Sonde ist laut Nasa so programmiert, dass sie sich mehrmals im Jahr neu ausrichtet, damit die Antenne zur Erde weist. Das nächste Ausrichtungsmanöver soll am 15. Oktober stattfinden. Die Nasa geht davon aus, dass die Kommunikation dann wieder aufgenommen werden kann.

Voyager 2 ist inzwischen rund 19,9 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die Voyager 2 und die Schwestersonde Voyager 1 starteten im Sommer 1977 im Abstand von etwa zwei Wochen. Beide Sonden lieferten Bilder und Daten vom äußeren Sonnensystem, darunter von Jupiter und Saturn, den beiden größten Planeten. Während Voyager 2 vom Saturn weiter zu Uranus und Neptun flog, verließ Voyager 1 die Ebene des Sonnensystems. Inzwischen haben beide das Sonnensystem verlassen.

Voyager-Sonden bereiten Probleme

Probleme gibt es mit den beiden Sonden immer wieder mal. Im vergangenen Jahr hat Voyager 1 verstümmelte Telemetriedaten zur Erde gesendet. Mit der Zeit wird das Plutonium-238, mit dem ihre Radionuklidbatterien betrieben werden, aufgebraucht sein. Um den Betrieb der Sonden bis zum Jahr 2030 zu sichern, schaltet die Nasa Heizungen und andere Systeme ab.

Die Voyager-Mission dauert inzwischen 46 Jahre, geplant waren vier. Damit ist sie die erfolgreichste Mission der Nasa.

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