Raumfahrt: Nasa behebt Problem auf der Raumsonde Voyager

Weil ein Bordcomputer Daten verfälschte, kamen bei der Nasa falsche Telemetriedaten der Sonde Voyager an. Das Problem ist gelöst, die Ursache aber nicht gefunden.

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Raumsonde Voyager 1: Aus vier Jahren sind 45 geworden.
Raumsonde Voyager 1: Aus vier Jahren sind 45 geworden. (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Hauptsache, es funktioniert wieder. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) hat ein Problem auf der Raumsonde Voyager 1 behoben. Der Grund für das Problem ist jedoch noch unbekannt.

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Vor einigen Monaten begann Voyager 1, verstümmelte Telemetriedaten zur Erde zu senden. Der Ursprung der verstümmelten Daten sei gefunden und das Problem behoben, teilte die Nasa mit.

Das System für die Lageregelung und Kontrollsystem (Attitude Articulation and Control System, AACS) hatte merkwürdige Angaben über den Zustand der Sonde geschickt. Im Gegensatz dazu schienen die wissenschaftlichen Aktivitäten davon nicht betroffen: Voyager sammelte die wissenschaftlichen Daten und funkte sie korrekt zur Erde.

Ein Computer funktioniert nicht mehr richtig

Das Voyager-Team hat inzwischen den Ursprung dafür gefunden: Das AACS hatte die Telemetriedaten über einen Bordcomputer verschickt, der bekanntermaßen seit Jahren nicht mehr richtig funktioniert. Dieser verfälschte die Daten. Voyager-Projektleiterin Suzanne Dodd sagte, das Team habe das AACS dazu gebracht, die Daten wieder an einen anderen Bordcomputer weiterzuleiten.

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Unklar ist aber weiterhin, weshalb das AACS die Telemetriedaten an den falschen Computer übertragen hat. Das Team vermutet, dass einer der Bordcomputer einen fehlerhaften Befehl an AACS gegeben hat. Das wiederum bedeutet, dass es auf Voyager 1 noch ein bisher ungelöstes Problem gibt. Danach will das Team jetzt suchen.

"Wir sind froh, dass wir die Telemetrie wiederhaben", sagte Dodd. "Wir werden den Speicher des AACS vollständig auslesen und uns alles ansehen, was das System gemacht hat. Das wird uns helfen, das Problem zu diagnostizieren, welches das Telemetrieproblem verursacht hat."

Die Voyager-Sonden haben das Sonnensystem verlassen

Die Voyager 1 und die Schwestersonde Voyager 2 starteten im Sommer 1977 im Abstand von etwa zwei Wochen. Beide Sonden lieferten Bilder und Daten vom äußeren Sonnensystem, darunter von Jupiter und Saturn, den beiden größten Planeten. Während Voyager 2 vom Saturn weiter zu Uranus und Neptun flog, verließ Voyager 1 die Ebene des Sonnensystems. Inzwischen haben beide das Sonnensystem verlassen.

Das Problem stellt laut Nasa keine Bedrohung für Voyager 1 dar. Allerdings wird die Betriebsdauer der Raumsonden in absehbarer Zeit ohnehin enden. Das Plutonium-238, mit dem ihre Radionuklidbatterien betrieben werden, soll in wenigen Jahren aufgebraucht sein. Um ihren Betrieb bis zum Jahr 2030 sicherzustellen, hat die Nasa das erste System abgeschaltet. Weitere sollen noch in diesem Jahr folgen.

Die Voyager-Mission dauert inzwischen 45 Jahre, geplant waren vier. Damit ist sie die erfolgreichste Mission der Nasa.

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