Abo
  • Services:

Raumfahrt: Mit dieser Rakete will Blue Origin besser als SpaceX sein

Neue Details zur New-Glenn-Rakete zeigen, wie der Amazon-Gründer Jeff Bezos der Falcon 9 von Elon Musk Konkurrenz machen will.

Artikel von veröffentlicht am
Die New-Glenn-Rakete wird kleine Flügel haben.
Die New-Glenn-Rakete wird kleine Flügel haben. (Bild: Screenshot (Blue Origin))

Die New Glenn soll die erste Rakete von Blue Origin sein und damit den Falcon-Raketen von SpaceX Konkurrenz machen. Mit ihr will Blue Origin erstmals Satelliten und Raumschiffe in den Erdorbit und darüber hinaus befördern. Jetzt hat das Unternehmen erste Leistungsdaten veröffentlicht. Obwohl sie wiederverwendbar ist, soll sie die Leistung der nächsten Generation von Einwegraketen wie Vulcan und Ariane 6 übertreffen. Nur die chinesische Rakete Langer Marsch 5 wird ähnlich leistungsfähig sein.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Mit dieser Rakete will Blue Origin besser als SpaceX sein
  2. Ein Triebwerk ist schon explodiert

Wie die Falcon 9 soll auch die New Glenn eine wiederverwendbare erste Stufe haben. Die zweistufige Variante der Rakete soll etwa 13 Tonnen Nutzlast in den Übergangsorbit für Geostationäre Satelliten (GTO) und 45 Tonnen in einen niedrigen Erdorbit (LEO) bringen können. Damit liegt sie knapp unter der GTO-Nutzlast einer wiederverwendbaren Falcon Heavy, aber über der Nutzlast zum LEO. Eine wasserstoffbetriebene dritte Stufe ist in Planung. Abhängig von technischen Details könnte sie die Nutzlast zum GTO nochmals um 50 Prozent erhöhen, aber Leistungsdaten wurden dafür noch nicht veröffentlicht.

Stummelflügel für leichtere Landungen

Die Unterschiede zeigen sich schon im Aufbau der Rakete und dem Landemanöver. Anders als in den früheren Konzeptzeichnungen hat die New Glenn jetzt zwei Stummelflügel als Tragflächen am Rumpf der ersten Raketenstufe, zusätzlich zu den Ruderflossen am oberen Ende der Stufe. Sie werden ihr zwar nicht erlauben, elegant wie ein Flugzeug zu landen, aber sie erzeugen bei der Rückkehr zur Erde einen gewissen Auftrieb. Durch den Auftrieb dringt die Stufe langsamer in die dichteren Atmosphärenschichten ein und wird durch die Luftreibung langsamer abgebremst.

Obwohl die erste Stufe nur einen Bruchteil der Geschwindigkeiten eines Raumschiffs im Orbit erreicht, ist die thermische Belastung sehr groß. Je länger das Bremsmanöver dauert, desto kleiner wird die Belastung. Einige der Falcon-9-Raketen trugen durch die höheren Wiedereintrittsgeschwindigkeiten bei schweren Nutzlasten deutliche Schäden davon.

Stellenmarkt
  1. item Industrietechnik GmbH, Solingen
  2. d&b audiotechnik GmbH, Backnang bei Stuttgart

Blue Origin hofft, durch die Flügel auf das erste Bremsmanöver mit den Raketentriebwerken der Falcon 9 verzichten zu können, das große Mengen an Treibstoff verbraucht. Nach dem Wiedereintritt soll die Raketenstufe ganz ähnlich wie die Falcon 9 auf einem Schiff im Ozean landen. Blue Origin hatte schon früher versucht, sich dieses Verfahren patentieren zu lassen, scheiterte damit aber 2015 vor Gericht.

Ein neues Triebwerk

Das Herzstück der Rakete ist das methanbetriebene BE-4-Triebwerk. Die erste Stufe hat sieben dieser Triebwerke. Die zweite Stufe wird von einer Variante des gleichen Triebwerks angetrieben, die für den Betrieb im Vakuum optimiert ist. Inzwischen hat Blue Origin das erste dieser Triebwerke fertiggestellt. Die Triebwerke sind deutlich effizienter als die kerosinbetriebenen Merlin-1D-Triebwerke von SpaceX.

Der Treibstoff trägt nur einen kleinen Teil zur verbesserten Effizienz bei. Der Hauptgrund liegt an einem Verfahren, bei dem die Abgase der Treibstoffpumpen in die Brennkammer geleitet werden. Diese Pumpen werden von äußerst leistungsstarken, aber wenig effizienten Turbinen angetrieben. Das Abgas hat nach der Verbrennung noch einen sehr hohen Anteil an unverbranntem Sauerstoff und kann dadurch bis etwa 10 Prozent des gesamten Treibstoffbedarfs des Raketentriebwerks ausmachen. Das klingt einfacher, als es ist.

Ein Triebwerk ist schon explodiert 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. und 4 Spiele gratis erhalten
  3. auf ausgewählte Corsair-Netzteile

wanne 14. Mär 2017

Das ist ein wirklich interessantes Detail zur Erklärung der Zahlen. Ich habe das immer...

oxybenzol 13. Mär 2017

Jedes Auto ist Werbung für den Hersteller. Nur hatte ich das schon weiter oben schon...

darnigh 13. Mär 2017

Wichtig ist nur, dass in das Thema Raumfahrt mal ein wenig Bewegung kommt. Jetzt ist für...

failion 13. Mär 2017

BO macht mit der/den Oberstufe/n das selbe wie SX, sie werden nicht wiederverwendet. Eine...

ArcherV 11. Mär 2017

ich dachte eher an einen XXXXL Long John Don...


Folgen Sie uns
       


Samsung Flip - Test

Das Samsung Flip ist ein Smartboard, das auf eingängige Weise Präsentationen oder Meetings im Konferenzraum ermöglicht. Auf dem 55 Zoll großen Bildschirm lässt es sich schreiben oder zeichnen - doch erst, wenn wir ein externes Gerät daran anschließen, entfaltet es sein komplettes Potenzial.

Samsung Flip - Test Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /