Raumfahrt: Maven fliegt

Die neue Marsmission der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist plangemäß gestartet: Die Sonde Maven hat am Montagabend abgehoben. Wegen der Haushaltssperre war der Start in Gefahr.

Artikel veröffentlicht am ,
Marssonde Maven: schöner Start an einem schönen Tag
Marssonde Maven: schöner Start an einem schönen Tag (Bild: Nasa)

Maven ist auf dem Weg zum Mars: Die Sonde ist am Montag gestartet und soll den Nachbarplaneten im September erreichen. Sie soll unter anderem die Atmosphäre des Planeten erforschen. Es sei ein "schöner Start an einem schönen Tag" gewesen, teilte die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) mit.

Stellenmarkt
  1. Service Manager (m/w/d) Datenbanksysteme
    operational services GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, Dresden, Ingolstadt, Wolfsburg
  2. Application Supporter (*gn)
    VIER GmbH, Hannover, Karlsruhe, Berlin
Detailsuche

Um 13:28 Uhr Ortszeit (19:28 mitteleuropäischer Zeit) hob die Sonde Mars Atmosphere and Volatile Evolution vom Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Transportvehikel war eine Atlas-V-Trägerrakete . Gebaut wird die Rakete von United Launch Alliance (ULA), einem Gemeinschaftsunternehmen der beiden Luft- und Raumfahrtkonzerne Boeing und Lockheed Martin.

Zehn Monate bis zum Mars

Der Flug soll zehn Monate dauern: Am 22. September 2014 soll Maven den Mars erreichen. Danach wird es rund fünf Wochen dauern, bis die Sonde ihre Umlaufbahn eingenommen hat und alle Instrumente geprüft sind. Erst dann wird sie ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird zwei Aufgaben erfüllen: Daten über die Atmosphäre sammeln und als Kommunikationsrelais für die Rover Curiosity und Opportunity dienen.

  • Start der Maven an Bord einer Atlas-V-Trägerrakete am 18. November 2013 (Foto: Nasa)
Start der Maven an Bord einer Atlas-V-Trägerrakete am 18. November 2013 (Foto: Nasa)

Maven wird den Mars umkreisen und Proben aus dessen oberer Atmosphäre sammeln. Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler Aufschluss darüber bekommen, was mit der Marsatmosphäre geschah. In seiner Frühzeit hatte der Planet eine dichte Atmosphäre, die warm genug war, dass es Wasser in flüssigem Zustand gab - Hinweise darauf haben die Rover Curiosity und Opportunity gefunden.

Wo ist die Atmosphäre geblieben?

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Heute ist der Mars jedoch trocken und kalt. Die Atmosphäre hat einen Druck von nur 7 Millibar und ist damit zu dünn, als dass Wasser an der Oberfläche bestehen kann. Weshalb der Mars seine Atmosphäre verlor, ist noch nicht bekannt. Die Verteilung der gemessenen Isotope weist darauf hin, dass die Atmosphäre von oben nach unten verloren ging und dass dies relativ schnell passierte. Neue Erkenntnisse darüber soll die kommende Marsmission bringen.

Die wissenschaftliche Mission ist auf ein Erdjahr angelegt. Sie kann aber um ein oder zwei Jahre verlängert werden. Danach wird Maven noch als Kommunikationsstation für die aktuellen und künftigen Rover dienen. Diese Aufgabe soll die Sonde rund zehn Jahre lang erfüllen können.

Haushaltssperre gefährdete Maven

Sie hat letztlich auch die Mission gerettet: Wegen der Haushaltssperre hatte die Mission noch infrage gestanden. Die Nasa erwirkte jedoch eine Ausnahmeregelung und sicherte so den Starttermin.

Ohne diese Genehmigung hätte sich die Maven-Mission um gut drei Jahre verzögert: Bis zum 7. Dezember hätte es noch ein Startfenster gegeben. Danach entfernt sich der Mars zu weit von der Erde. Erst 2016 stehen Mars und Erde wieder so günstig zueinander. Grund für die Sondergenehmigung war aber nicht die wissenschaftliche Bedeutung der Maven-Mission, sondern die als Kommunikationsrelais.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Pakete: DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern
    Pakete
    DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern

    DHL Paket erhöht die Preise für Geschäftskunden. Das könnte Auswirkungen auf den Preis von Amazon Prime haben.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /