Raumfahrt: Lockheed Martin findet fehlerhaftes Teil in Raumkapsel Orion

Die Komponente sitzt an einer ungünstigen Stelle. Der Austausch könnte Monate dauern.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumfahrzeug Orion bei der Montage: Fliegt es mit einem fehlerhaften Bauteil?
Raumfahrzeug Orion bei der Montage: Fliegt es mit einem fehlerhaften Bauteil? (Bild: Nasa)

Verzögert sich der erste bemannte Flug der Orion? Beschäftigte des US-Luft- und Raumfahrtkonzerns Lockheed Martin haben einen Defekt im Raumfahrzeug entdeckt. Aktuell suchen Lockheed Martin und die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) nach Möglichkeiten, wie sie das Problem lösen.

Es handele sich um einen Fehler in einer Power and Data Unit (PDU), teilte die Nasa mit, die Funktionen aus der Avionik, der Stromversorgung und den Lebenserhaltungssystemen vereint. Das Problem sei in einem redundanten Kanal einer PDU aufgetreten, die in dem Adapter sitzt, der die Orion-Kapsel mit dem in Europa gebauten Servicemodul verbindet. Die Orion verfügt über acht PDUs.

Wo der Fehler liegt, ist unklar

Den Fehler hätten Mitarbeiter von Lockheed Martin Anfang November gefunden, berichtet das US-Onlinenachrichtenangebot The Verge. Das geht aus einer internen E-Mail sowie einer internen Powerpoint-Präsentation hervor, die The Verge eingesehen hat. Laut Nasa trat er auf, als das System hochgefahren wurde, das dafür sorgen soll, dass sich die Orion-Kapsel nach dem Wassern aufrichtet. Es sei allerdings noch nicht klar, wo genau der Fehler in der PDU liege, erfuhr The Verge von einem Insider.

Nasa und Lockheed Martin beraten derzeit, wie der Fehler behoben werden kann. Das Problem ist, dass die PDU nur schwer erreichbar ist. Dafür müssten Orion und Servicemodul getrennt werden, was sehr viel Zeit benötigen würde: Die beiden Module zu trennen und anschließend wieder zu verbinden, würde nach der Lockheed-Martin-Präsentation rund neun Monate in Anspruch nehmen, die anschließend nötigen Tests weitere drei.

In der Präsentation seien zwei weitere Möglichkeiten aufgezeigt, schreibt The Verge: Die eine sei, die Verkleidung des Verbindungsstücks zu entfernen und das Teil von außen auszutauschen. Die Verkleidung sei aber nicht dafür gedacht, von außen abmontiert zu werden. So etwas sei auch noch nie gemacht worden.

Als letzte Möglichkeit schließlich erwägen die Techniker, die Orion trotz des fehlerhaften Bauteils fliegen zu lassen. Laut Lockheed Martin ist die PDU ohne den redundanten Kanal noch voll funktionsfähig. Es gibt aber weniger Sicherheit, und es ist fraglich, ob die Nasa bereit ist, ein solches Risiko einzugehen.

Orion soll Ende kommenden Jahres unbemannt zum Mond fliegen. Einen ersten leeren Testflug hatte sie Ende 2014 absolviert. Mit Besatzung an Bord soll Orion 2023 fliegen. Dabei soll die Kapsel den Mond umrunden. Eine Mondlandung ist für 2024 geplant.

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Benutztername12345 02. Dez 2020

Ich würde aus dem Bauch raus vermuten, dass die Kabel nicht durch den Hizeschild geführt...

HabeHandy 02. Dez 2020

Im Osten kam der Klempner sofort wenn man sagte das man blaue Kacheln hat.

Benutztername12345 01. Dez 2020

1. hat nicht die NASA das "Ding" gebaut sondern Lockheed Martin 2. ist dein Sarkasmus...

Sil53r Surf3r 01. Dez 2020

Du hast einfach keinen Plan: Das Teil IST von Apple! In Cupertinos Donut von...



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