Abo
  • IT-Karriere:

Raumfahrt: Lightsail segelt mit dem Sonnenwind um die Erde

Lichtteilchen haben keine Ruhemasse. Aber sie haben Impuls, und den soll die Raumsonde Lightsail als Antrieb nutzen: Lightsail wird im All segeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumsegler Lightsail: Das Segel soll von der Erde aus zu sehen sein.
Raumsegler Lightsail: Das Segel soll von der Erde aus zu sehen sein. (Bild: Planetary Society)

Klar zum Segelsetzen - im Sonnensystem: Die Planetary Society will ein Raumfahrzeug ins All schießen, das mit dem Sonnenwind um unseren Planeten segelt. Lightsail heißt der Weltraumsegler, der im Mai starten soll.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Lightsail segelt mit dem Sonnenwind um die Erde
  2. Die Japaner sind Vorreiter

Im Orbit wird Lightsail vier Segel entfalten, die für den Antrieb des Raumschiffs sorgen. Das Prinzip ähnelt dem des Segelns auf dem Wasser: Auf der Erde sorgt der Wind, der auf das Segel trifft, für den Vortrieb. Im Weltall übernimmt das Sonnenlicht diesen Part: Photonen treffen auf das Segel und werden davon reflektiert. Dabei übertragen sie ihren Schwung auf das Segel und sorgen so für Vortrieb.

Lightsail besteht aus drei Cubesats

Lightsail ist ein Cubesat-3. Cubesat ist ein Standard für Kleinsatelliten, der an der California Polytechnic State University entwickelt wurde. Ein Cubesat ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Ein Cubesat-3 besteht aus drei dieser Würfel, ist also 30 Zentimeter lang. Für die Cubesats gibt es eine eigene Startvorrichtung, die es ermöglicht, sie als Sekundärnutzlast in den Weltraum zu transportieren und auszusetzen.

  • Das Segel von Lightsail: Es fängt den Schwung der Photonen auf. Es ist 32 Quadratmeter groß. (Foto: Planetary Society)
  • Lightsail ist ein Cubesat-3. (Foto: Planetary Society)
  • Künstlerische Darstellung von Lightsail mit entfaltetem Segel im Orbit (Bild: Planetary Society)
Das Segel von Lightsail: Es fängt den Schwung der Photonen auf. Es ist 32 Quadratmeter groß. (Foto: Planetary Society)

Eine Atlas-V-Rakete wird Lightsail als Sekundärnutzlast ins All bringen und aussetzen. Der Cubesat-3 wird vier Wochen lang im Orbit bleiben und dann erst seine Sonnensegel entfalten. In dieser Zeit soll sich Lightsail weit genug von den anderen Raumfahrzeugen entfernen, die mit Lightsail ins All fliegen, um eine stabile Funkverbindung aufzubauen.

Vier Dreiecke ergeben ein Quadrat

Stellenmarkt
  1. Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Duisburg
  2. neam IT-Services GmbH, Paderborn

Die vier Segel bestehen aus einer biaxial orientierten Polyester-Folie (Bopet), die durch ein spezielles mechanisches Verfahren eine hohe Zugfestigkeit erhält. Die Segel sind 45 Mikrometer dick. Jedes Segel ist dreieckig. Entfaltet ergeben sie ein Quadrat mit einer Fläche von 32 Quadratmetern. Das angeleuchtete Segel soll von der Erde aus zu sehen sein.

Der Cubesat-3 wird von zwei Solarmodulen mit Strom versorgt, die nach dem Aussetzen ausgeklappt werden. An jedem Solarmodul ist eine 360-Grad-Kamera befestigt. Sie sollen Zeitraffervideos vom Entfalten der Segel sowie von ihrem Verhalten in weitgehender Schwerelosigkeit aufnehmen und zur Erde funken.

Lightsail segelt nur wenige Tage

Lange Zeit werden sie dazu nicht haben: Sobald die Segel entfaltet sind, wird sich Lightsails Abstieg zur Atmosphäre beschleunigen. Nach Berechnungen der Planetary Society wird Lightsail zwei bis zehn Tage nach dem Entfalten der Segel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Lightsail wird seine Erdumlaufbahn nicht verlassen. Allerdings ist das Raumfahrzeug nur ein Test für einen weiteren Raumsegler, den die Planetary Society im kommenden Jahr ins All schießen will. Der soll in einer Höhe von 720 Kilometern um die Erde segeln.

Die Japaner sind Vorreiter 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 49,94€
  2. 19,95€
  3. 13,95€
  4. (u. a. Grafikkarten, SSDs, Ram-Module reduziert)

__destruct() 28. Jan 2015

Ich weiß, dass du "höchstens" geschrieben hast, aber trotzdem eine kleine Anmerkung...

Komischer_Phreak 28. Jan 2015

Nope, hast Du nicht. Licht bewegt sich im Vakuum immer mit Lichtgeschwindigkeit...

Komischer_Phreak 28. Jan 2015

Natürlich geht das. Mit einem Lichtschiff könnte man nicht nur die äußeren, sondern auch...

MickeyKay 28. Jan 2015

Ich dachte da eher an eine Star-Trek-DS9-Folge, in der Sisko und sein Sohn eigenhändig...

flurreh 28. Jan 2015

Ist ja auch schon ein ziemlich altes Konzept eigentlich. Nur in der Realität haperts noch...


Folgen Sie uns
       


Asrock DeskMini A300 - Test

Der DeskMini A300 von Asrock ist ein Mini-PC mit weniger als zwei Litern Volumen. Der kleine Rechner basiert auf einer Platine mit Sockel AM4 und eignet sich daher für Raven-Ridge-Chips wie den Athlon 200GE oder den Ryzen 5 2400G.

Asrock DeskMini A300 - Test Video aufrufen
Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-Smartwatch
Timex Data Link im Retro-Test
Bill Gates' Astronauten-Smartwatch

Mit der Data Link haben Timex und Microsoft bereits vor 25 Jahren die erste richtige Smartwatch vorgestellt. Sie hat es sogar bis in den Weltraum geschafft. Das Highlight ist die drahtlose Datenübertragung per flackerndem Röhrenmonitor - was wir natürlich ausprobieren mussten.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smart Watch Swatch fordert wegen kopierter Zifferblätter von Samsung Geld
  2. Wearable EU warnt vor deutscher Kinder-Smartwatch
  3. Sportuhr Fossil stellt Smartwatch mit Snapdragon 3100 vor

Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
Final Fantasy 7 Remake angespielt
Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

  1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
  3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
5G-Auktion
Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
  2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
  3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

    •  /