Virgin Orbit: Launcher One fliegt vom Jumbojet in den Orbit

Richard Bransons Firma Virgin Orbit hat die ersten Satelliten gestartet. Ob die kleine Rakete eine Milliarde US-Dollar wert war, ist aber zweifelhaft.

Artikel veröffentlicht am ,
Launcher One wird von einer Boeing 747 gestartet.
Launcher One wird von einer Boeing 747 gestartet. (Bild: Virgin Orbit)

Die kleine Trägerrakete Launcher One von Richard Bransons Firma Virgin Orbit hat erfolgreich die ersten Satelliten in einem niedrigen Erdorbit ausgesetzt. Die Rakete startete bei ihrem zweiten Flug neun Cubesats für die Nasa. Launcher One startete an Bord der Boeing 747 Cosmic Girl vom Mojave Luft- und Weltraumhafen. Einen Livestream gab es nicht, Aufnahmen des Starts wurden später veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. Performance Manager IT Infrastruktur (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf
  2. Architekt (m/w/d) für den Bereich Identity und Access-Management (IAM)
    Allianz Deutschland AG, München Unterföhring
Detailsuche

Der erste Flug war 2020 nach wenigen Sekunden durch eine abgerissene Treibstoffleitung gescheitert. Beim zweiten Flug wurde die zweistufige Rakete erfolgreich vor der kalifornischen Küste in rund zehn km Höhe ausgesetzt und die erste Stufe gestartet. Sie funktionierte diesmal problemlos. Die zweite Stufe erreichte nach einer zweiten Zündung den geplanten Sonnensynchronen Orbit in 500 km Höhe. Es dauerte allerdings fast zwei Stunden, bis die Ankunft im geplanten Orbit bestätigt wurde.

Nach SpaceX und Rocketlab ist Virgin Orbit die dritte Firma, deren privat entwickelte Rakete den Orbit erreichte. Mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Entwicklungskosten über 14 Jahre ist es mit großem Abstand die teuerste Rakete ihrer Größenklasse. Die Entwicklung von Raketen dieser Größenordnung, etwa der Falcon 1 von SpaceX, der Electron von Rocketlab oder der Rocket 3 von Astra, kostete jeweils rund 100 Millionen US-Dollar.

Auch die Startkosten sind hoch

Die Startkosten von 12 Millionen US-Dollar für 300 kg Nutzlast in den demonstrierten Orbit sind ebenso relativ hoch. Die Electron wird mit 200 kg Nutzlast für 7,5 Millionen US-Dollar pro Start angeboten. Astra will die Rocket 3 mit 150 kg Nutzlast für 2,5 Millionen US-Dollar anbieten, ihr dritter Flug erreichte am 15. Dezember 2020 nur knapp keinen Orbit. SpaceX bietet Starts von Sekundärnutzlasten mit der Falcon 9 ab 200 kg für eine Million US-Dollar an.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Vorteil der Launcher One Rakete ist der Start vom Flughafen aus, ohne Raketenstartrampe und deren notwendige Absperrungen im Startgebiet. Die Flexibilität ist auch für das US-Militär interessant, das bereits Verträge für Starts mit Launcher One über die Virgin-Orbit-Tochterfirma VOX Space abgeschlossen hat. Es lässt sich dennoch nicht absehen, dass Virgin Orbit die enormen Entwicklungskosten durch Umsätze im laufenden Geschäft refinanzieren kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ashahaghdsa 19. Jan 2021

Alternativ kann das Flugzeug auch einfach nen Looping fliegen und dabei auskoppeln ;-)

Kein Kostverächter 18. Jan 2021

Richear Branson hat endlich *hust* *lach* er hat endlich *kicher* *räusper* *lufthol* er...

Joblow 18. Jan 2021

Was für Geldgrab, das Geld wurde ja nicht vergraben?! Von dem Geld konnten sehr viele...

TomTomTomTom 18. Jan 2021

Als man das Konzept 2008 anging erschien es durchaus sinnvoll. Aber zwischenzeitlich ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Pakete: DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern
    Pakete
    DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern

    DHL Paket erhöht die Preise für Geschäftskunden. Das könnte Auswirkungen auf den Preis von Amazon Prime haben.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /