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Raumfahrt: Kurs auf Europa

Unter der Eisdecke des Jupitermonds Europa vermuten Wissenschaftler einen riesigen Ozean - und darin vielleicht sogar Leben. Die Initiative Objective Europa hat eine Crowdsourcing-Plattform eingerichtet, um auszuloten, ob eine bemannte Europamission möglich ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Jupitermond Europa (aufgenommen 1996 von der Raumsonde Galileo): 150 Grad unter null
Jupitermond Europa (aufgenommen 1996 von der Raumsonde Galileo): 150 Grad unter null (Bild: Nasa/JPL/DLR)

Der Science-Fiction-Film Europa Report erzählt von einer bemannten Raummission zum Jupitermond Europa. Eine Gruppe von Weltraum-Enthusiasten will diese Idee jetzt wahr werden lassen.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Kurs auf Europa
  2. Science-Fiction mit Wissenschaftlern

Objective Europa - etwa: Ziel Europa - nennt sich die Initiative. Sie will die Möglichkeiten durchspielen, eine bemannte Mission zu dem Jupitermond zu schicken. Objective Europa hat eine Internetplattform eingerichtet, um Nutzer aus aller Welt für das Projekt zu interessieren. Sie sollen sich dort treffen und über das Vorhaben diskutieren, um festzustellen, welche Pläne umsetzbar sind.

Diskussionsplattform im Internet

Zu den Gründern gehört Kristian von Bengtson. Der Däne ist Designer und Architekt - und Gründer der Organisation Copenhagen Suborbitals, die Raketen baut und sie von der Ostsee aus starten lässt. "Wir haben dieses fantastische Vermögen, die ganze Intelligenz aus dem Internet zu bekommen", sagte von Bengtson dem US-Technologiemagazin Wired. Es sei erstaunlich, dass nicht schon früher jemand auf so eine Idee gekommen sei.

Europa ist der kleinste der Galileischen Monde und damit der viertgrößte der über 60 Monde des Jupiters. Sein Durchmesser ist etwa 350 Kilometer kleiner als der des Erdmondes. Europas Oberfläche besteht aus einem dicken Eispanzer. Deshalb hat sie eine der hellsten Mondoberflächen in unserem Sonnensystem: Etwa zwei Drittel des einfallenden Sonnenlichts werden reflektiert.

Ozean unter dem Eis

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Wissenschaftler interessieren sich sehr für Europa: Unter dem dicken Eispanzer vermuten sie einen riesigen Ozean, der mehr Wasser enthalten könnte als unsere irdischen - und in dem es außerirdisches Leben geben könnte. Die Raumfahrer sollen, so der Plan, nach diesem Ozean bohren.

Allerdings gibt es Schwierigkeiten: Europa liegt nicht nebenan. 600 Millionen Kilometer sind es bis dahin, so dass Objective Europa mit zwei Jahren Flugzeit kalkuliert. Wegen des Aufwands plant Objective Europa deshalb eine Einwegmission mit Freiwilligen - so wie es auch das niederländische Projekt Mars One vorhat.

Sicherer Tod

Dafür gibt es aber nicht nur Zustimmung: Einweg zum Mars sei eine Sache - dort könnten Menschen theoretisch leben, schreibt ein Nutzer im Forum. "Eine Einwegmission zu Europa aber bedeutet den sicheren Tod."

Und der dürfte wahrscheinlich recht bald eintreten: Die Strahlenbelastung ist zumindest auf einer Seite sehr hoch. Wegen der großen Entfernung zur Sonne kommt auf dem Mond kaum noch Sonnenlicht an, was eine andere Versorgung mit Energie als durch Solarmodule erfordert. Energie ist aber dringend nötig: Die Höchsttemperaturen auf dem Himmelskörper liegen bei minus 150 Grad.

Science-Fiction mit Wissenschaftlern 
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tommyb 27. Sep 2013

Warum sollten die Russen was sagen? Die waren im kalten Krieg auf Kuba und der Preis u.a...

nate 26. Sep 2013

So in etwa :) Konkret ist es der Große Monolith, der auch der Fauna dieses Mondes zu...

Ach 25. Sep 2013

zu drittens: Die Sonne ist von Jupiter ja viel zu weit entfernt, als dass man ihre...

nightfire2xs 25. Sep 2013

Was soll auf den 5-6 Jahren Flugzeit schon gross schiefgehen?

nightfire2xs 25. Sep 2013

We choose to go to the Moon Europe, not because it is easy, but because it is fucking...


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