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Raumfahrt: Kickstarter-Minisatelliten sind startklar - SpaceX nicht

Neben Nahrung für die ISS-Besatzung wird die Falcon 9 des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX einen Kleinsatelliten ins All transportieren, der wiederum viele Minisatelliten aussetzen soll. Der für Sonntag geplante Start verzögert sich allerdings um zwei Wochen.

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Cubesat setzt Sprites aus: Lebensdauer von höchstens sechs Wochen
Cubesat setzt Sprites aus: Lebensdauer von höchstens sechs Wochen (Bild: Kicksat/Screenshot: Golem.de)

In Kürze startet das US-Raumfahrtunternehmen Space Explorations Technologies (SpaceX) den dritten regulären Versorgungsflug (Commercial Resupply Service 3, CRS-3) zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS). Die Trägerrakete Falcon 9 wird nicht nur die Raumfähre Dragon ins All transportieren, sondern auch Minisatelliten. Der Termin für den Flug wurde allerdings kurzfristig um zwei Wochen verschoben.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Kickstarter-Minisatelliten sind startklar - SpaceX nicht
  2. Der Drache fliegt später

Kicksat heißt das Projekt, das sich Zachary Manchester und Kollegen von der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York ausgedacht haben. Das Ziel: Raumschiffe zu entwickeln und ins All zu schießen, die sich jedermann leisten kann. 2011 warben die Initiatoren mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne für den Start.

Quadratischer Siliziumchip

Sprite heißen die Satelliten, die aus einem quadratischen Siliziumchip mit 3,5 Zentimetern Kantenlänge bestehen. Auf dem Chip sitzen ein oder zwei Mikrocontroller, Solarzellen für Energieversorgung, ein Sensorchip sowie ein Funkmodul und zwei Antennen für die Kommunikation.

Die Sprites senden alle auf der Frequenz 437,24 Megahertz und nutzen das Multiplexverfahren Code Division Multiple Access (CDMA). Der Funkchip hat eine Sendeleistung von 10 Milliwatt. Die Daten werden vom Kontrollzentrum der Sprites an der Cornell Universität empfangen. Die Minisatelliten sind nur funktionsfähig, wenn sie von der Sonne beschienen werden.

Cubesat als Transporter

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200 Sprites soll die Dragon mitnehmen. Sie werden in einem Cubesat transportiert, der sie aussetzen wird. Cubesats sind 10 x 10 x 10 Zentimeter groß und wiegen maximal 1 Kilogramm. Die Kleinsatelliten sind standardisiert und können in einer dafür entwickelten Startvorrichtung als Sekundärnutzlast ins All transportiert werden.

Cubesats gibt es auch als 2er- oder 3er-Einheit. Manchester und seine Kollegen werden für ihr Projekt einen Cubesat3 nutzen. Er wird 16 Minuten nach dem Start und etwa 6 Minuten nach der Abtrennung der Dragon von der Trägerrakete ausgesetzt. Auf ein Funksignal von der Erde wird der Cubesat die Sprites ausgeben. Das hätte laut Manchester am 2. April passieren sollen. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Die Sprites werden nach spätestens sechs Wochen in der Atmosphäre verglühen, voraussichtlich aber schon früher. Der Cubesat wird etwas länger im Orbit bleiben, bevor ihn das gleiche Schicksal ereilt.

Der Drache fliegt später 
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crmsnrzl 18. Mär 2014

Das ganze ist nur ein Testlauf, mit dem man das Verhalten von Weltraumschrott simuliert...

Realist_X 17. Mär 2014

demnächst als weitere Punkte auf der Weltraumschrottkarte auftauchen, bevor sie...

David64Bit 15. Mär 2014

Du solltest dir die Geschichte der Challenger nochmal genau durchlesen oder weniger N24...


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