Raumfahrt: Kepler Communications baut Internet für Satelliten
Satelliteninternet einmal anders: Das kanadische Startup Kepler Communications(öffnet im neuen Fenster) richtet eine Kommunikationsinfrastruktur im Orbit ein. Darüber soll eine Bodenstation ständig Kontakt zu einem Satelliten aufrechterhalten.
Satelliten zu bauen und in die Erdumlaufbahn zu befördern, ist heute nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren. Manche Universitäten, Forschungsgesellschaften oder Unternehmen schießen deshalb eigene Satelliten in den Orbit. Die Kontaktaufnahme ist jedoch schwierig: Ein Satellit ist nicht erreichbar, wenn er nicht in Sichtweite einer Bodenstation ist.
Kepler baut eine Satellitenkonstellation auf
Das will Kepler Communications ändern: Das Unternehmen will eine eigene Konstellation aus Satelliten aufbauen, die schließlich aus 50 Satelliten bestehen soll. Das Unternehmen selbst setzt dabei auf Kleinsatelliten vom Typ Cubesat-3. Ein Cubesat ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Der Cubesat-3 besteht aus drei dieser Würfel, ist also 30 Zentimeter lang.
Das Konzept sieht vor, dass mindestens ein Satellit jeweils Sichtkontakt zu einem der fünf am meisten genutzten Bahnebenen hat. Außerdem soll immer einer der Satelliten in Reichweite einer Bodenstation sein. So kann ein Satellit über die Kepler-Konstellation eine Bodenstation erreichen. Die Übertragungsraten sollen zwischen 1 und 40 MBit/s liegen.
Ein eigenes Protokoll für Satellitenkommunikation
Das klingt allerdings einfacher, als es ist: Die Kommunikationsprotokolle, die beim irdischen Internet eingesetzt werden, funktionieren im Weltraum nicht. Das Unternehmen entwickelt deshalb ein eigenes Protokoll für die Satellitenkommunikation.
Wann das orbitale Internet verfügbar sein wird, darüber macht Kepler Communications keine Angaben. Auf der Website ist lediglich zu erfahren, dass das System schon mit 10 Satelliten einsatzbereit sein soll. Termine, wann die ersten Satelliten ins All geschossen werden, werden aber nicht genannt.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.