Abo
  • Services:

Raumfahrt: Juno überfliegt Jupiter in geringer Distanz

Der erste Vorbeiflug ist gelungen: Die Raumsonde Juno hat zum ersten Mal Jupiter umrundet. Es war zugleich der naheste: So dicht wird die Sonde während ihrer Primärmission an den Planeten nicht mehr herankommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumsonde Juno: Die Übertragung der Daten und Bilder dauert eine Weile.
Raumsonde Juno: Die Übertragung der Daten und Bilder dauert eine Weile. (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

So nah ist noch keiner dem Göttervater gekommen, ohne dabei zu verglühen: Die Sonde Juno hat sich bei ihrem ersten Überflug dem Planeten Jupiter auf wenige Tausend Kilometer genähert und dabei viele Daten gesammelt.

  • Die Nordpolar-Region des Jupiter, aufgenommen am 27. Ausgust 2016 aus einer Entfernung von 703.000 km (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
Die Nordpolar-Region des Jupiter, aufgenommen am 27. Ausgust 2016 aus einer Entfernung von 703.000 km (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Gegen 15:44 Uhr am 27. August überflog die Sonde die dichte Wolkendecke des Planeten in einer Höhe von nur 4.200 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 208.000 Kilometern pro Stunde. Es war der erste von geplanten 36 Orbits, die die Sonde bis Februar 2018 um den größten Planeten des Sonnensystems absolvieren soll. Bei keinem wird sie dem Planeten noch einmal so nahe kommen.

Juno sammelte Daten vom Jupiter

"Erste Telemetriedaten vom Vorbeiflug zeigen, dass alles wie geplant läuft und dass Juno ausgezeichnet funktioniert", sagte Juno-Projektmanager Rick Nybakken. Die Sonde hatte bei dem Vorbeiflug alle ihre Instrumente aktiviert und sammelte fleißig Daten.

Auch die Junocam arbeitete, die hochauflösende Kamera der Sonde. Sie macht Bilder mit einer Auflösung von 15 Kilometern pro Pixel. Wegen der hohen Strahlenbelastung auf dem Planeten wird die Kamera voraussichtlich nicht die ganze Mission überstehen. Nach voraussichtlich sieben bis acht Orbits wird die Strahlung sie so geschädigt haben, dass sie keine brauchbaren Daten mehr liefert.

Die Forscher müssen auf die Daten warten

Umso gespannter sind die Wissenschaftler auf die ersten Bilder von der Jupiter-Atmosphäre sowie von seinen Polen. Die Erwartungen sind hoch: "Wir sind in einem Orbit, wo noch niemand vorher war, und diese Bilder bieten uns einen ganz neuen Ausblick auf die Gasgigantenwelt", sagte Scott Bolton, wissenschaftlicher Leiter der Juno-Mission. Bis Daten und Bilder auf der Erde sind, wird es aber noch einige Tage dauern. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will die ersten Bilder in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Juno ist nach Galileo die zweite Sonde, die um den Jupiter kreist. Anfang Juni schwenkte sie in den Orbit des Gasplaneten ein. Juno ist allerdings näher dran und soll die erste Sonde sein, die mit ihren Instrumenten rund 550 Kilometer tief in die Wolken schauen kann.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Anonymer Nutzer 30. Aug 2016

Ja so ist das. Außerdem sind Missionen mit Orbit Insertion viel aufwändiger und als Flybys.

Mavy 29. Aug 2016

kkthxbye ? ich empfehl ja XKCD


Folgen Sie uns
       


Nuraphone Kopfhörer- Test

Der Nuraphone bietet einen automatischen Hörtest, der den Frequenzgang des Kopfhörers je nach Nutzer unterschiedlich einstellt. Die Klangqualität des ungewöhnlichen Kopfhörers hat Golem.de im Test überzeugt.

Nuraphone Kopfhörer- Test Video aufrufen
Key-Reseller: Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys
Key-Reseller
Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys

Computerspiele zum Superpreis - ist das legal? Die Geschäftspraktiken von Key-Resellern wie G2A, Gamesrocket und Kinguin waren jahrelang umstritten, mittlerweile scheint die Zeit der Skandale vorbei zu sein. Doch Entwickler und Publisher sind weiterhin kritisch.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper und Sönke Siemens


    Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
    Requiem zur Cebit
    Es war einmal die beste Messe

    Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
    Von Nico Ernst

    1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

    IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
    IMHO
    Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

    Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
    Ein IMHO von Michael Wieczorek

    1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
    2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
    3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

      •  /