Raumfahrt:Juno schickt erstes Jupiter-Bild zur Erde
Das Einschwenken in den Orbit ist ohne Schaden geschafft: Die Sonde Juno hat das erste Bild aus der Jupiterumlaufbahn zur Erde gefunkt. Allerdings aus großer Distanz – Juno entfernt sich gerade vom Jupiter.
Raumsonde Juno: Erstes Bild aus dem JupiterorbitBild:
Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS
Juno nimmt ihre Arbeit auf: Die Sonde hat das erste Bild zur Erde gefunkt, das sie aus dem Jupiter-Orbit aufgenommen hat. Juno ist seit dem 5. Juli 2016 in der Umlaufbahn des Jupiter .
Bild 1/2: Jupiter und drei seiner 64 Monde, aufgenommen von Juno. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
Bild 2/2: Die Junocam hat das Bild aus einer Entfernung von 4,3 Millionen Kilometern aufgenommen. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
Das Foto zeigt Jupiter und seine Monde Io, Europa und Ganymed. Aufgenommen wurde es mit der Junocam, der optischen Kamera der Sonde. Ihr Sensor hat eine Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln. Die Bildauflösung beträgt 15 Kilometer pro Pixel.
Sehr gut zu erkennen sind die Himmelskörper allerdings nicht: Das Foto wurde aus 4,3 Millionen Kilometern Entfernung aufgenommen. Juno entfernt sich gerade von Jupiter. Die Sonde ist auf ihrem ersten Orbit, der größer ist als die weiteren. Dieser Umlauf wird 53,5 Tage dauern. Auf ihrer endgültigen Bahn braucht sie nur noch 14 Tage für eine Umrundung.
Für die Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist das Bild dennoch von Bedeutung: "Diese Szene der Junocam zeigt, dass sie ihren ersten Durchlauf durch Jupiters extremes Strahlungsfeld ohne Schäden überstanden hat und bereit ist, es mit Jupiter aufzunehmen" , sagte Scott Bolton(öffnet im neuen Fenster) vom Southwest Research Institute in San Antonio im US-Bundestaat Texas. "Wir können es kaum erwarten, bis wir zum ersten Mal Jupiters Pole zu sehen bekommen."
Bild 1/12: Geschafft: Am 4. Juli 2016 um 20:54 Uhr Ortszeit trifft bei der Nasa die Nachricht ein, ... (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
Bild 2/12: Geschafft: Am 4. Juli 2016 um 20:54 Uhr Ortszeit trifft bei der Nasa die Nachricht ein ... (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
Bild 3/12: ... dass die Sonde Juno in den Jupiter-Orbit eingeschwenkt ist. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
Bild 4/12: ..., dass die Sonde Juno in den Jupiter-Orbit eingeschwenkt ist. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
Bild 5/12: Junos Umlaufbahn führt über die Pole, um die Strahlenbelastung für die Sonde so gering wie möglich zu halten. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
Bild 6/12: Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem. Sein Strahlungsgürtel, der durch das starke Magnetfeld entsteht, gefährdet Junos Elektronik. (Foto: Damian Peach/Nasa)
Bild 7/12: Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem. Sein Strahlungsgürtel, der durch das starke Magnetfeld entsteht, gefährdet Junos Elektronik. (Foto: Damian Peach/Nasa)
Bild 8/12: Die Reise zu Jupiter hat knapp fünf Jahre gedauert. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
Bild 9/12: Start war am 5. August 2011. (Foto: Kenny Allen/Nasa)
Bild 10/12: 2013 holte Juno Schwung mit einem Swingby-Manöver um die Erde. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Bild 11/12: Erste Bilder vom Ziel: Am 29. Juni 2016 fotografierte Juno Jupiter und einige seiner Monde aus 5,3 Millionen km Entfernung. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
Bild 12/12: Modell der Sonde vor einem Bild von Jupiter: Juno soll bis Anfang 2018 um den Planeten kreisen und dann in seiner Atmosphäre verglühen. (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
Sie müssen sich allerdings noch eine Weile gedulden: Am 27. August wird Juno dem Jupiter nahe sein und die ersten hochaufgelösten Bilder liefern. Die Sonde soll sich dem Planeten bis auf weniger als 5.000 Kilometer über den Wolken nähern . So niedrig wurde der Jupiter noch nie überflogen.