Abo
  • IT-Karriere:

Raumfahrt: Jeff Bezos' Mondfahrt

Blue Moon heißt die neue Mondlandefähre des reichsten Mannes der Welt, Jeff Bezos. Sie ist vor exklusivem Publikum und ohne Möglichkeit von Rückfragen vorgestellt worden. Wann sie fliegen soll, ist unklar.

Artikel von veröffentlicht am
Die großen, kugelförmigen Wasserstofftanks sind das auffälligste Merkmal des Blue Moon Landers.
Die großen, kugelförmigen Wasserstofftanks sind das auffälligste Merkmal des Blue Moon Landers. (Bild: Blue Origin)

Kein Livestream. Keine Rückfragen. Nur ausgewählte Journalisten als Gäste im Publikum. So hat Jeff Bezos, Amazon-Gründer und reichster Mann der Welt, den neuen Mondlander Blue Moon präsentiert. Das im vergangenen Jahr bekanntgewordene Projekt wurde erstmals im Detail der Öffentlichkeit gezeigt. Kaum war die Präsentation vorbei, mussten die Journalisten den Saal verlassen und ihre Artikel im Stehen verfassen.

Inhalt:
  1. Raumfahrt: Jeff Bezos' Mondfahrt
  2. Effizientes Triebwerk macht die Mission möglich

Zuvor hatte Bezos nach Aussagen der anwesenden Journalisten seine Vision der Zukunft skizziert. Die Schwerindustrie soll von der Erde verschwinden, um diese zu schützen. Stattdessen solle sie im Weltall stattfinden, der Mond habe dafür die nötigen Ressourcen. Bezos verwies auf die wenigen größeren Wasservorkommen, die auf dem Mond entdeckt worden waren. Sie befinden sich in Kratern am Nord- und Südpol, die dauerhaft im Schatten liegen. Die Arbeitsbedingungen der Menschen waren nicht Teil der Vision.

Anschließend wurde der Vorhang vor einem Modell des Mondlanders Blue Moon geöffnet. Die Firma arbeitet seit mehr als drei Jahren an dem Gerät. Es soll mit einer Gesamtmasse von 3,6 Tonnen auf der Mondoberfläche landen können. Er ist damit drei mal so schwer wie der Mondlander Alina, der in Berlin-Marzahn von den PT Scientists gebaut wird.

Ein noch größerer Lander ist in Planung

Für die eigentliche Nutzlast ist eine Fläche auf dem Lander vorgesehen. In einem Video wurden mehrere Rover gezeigt, die mit einem Kran auf die Oberfläche abgelassen werden. Die hohe Nutzlast wird vor allem durch die wiederverwendbare Schwerlastrakete New Glenn möglich, die derzeit bei Blue Origin in Entwicklung ist. Bezos stellte auch eine bemannte Mission in Aussicht, denn die Rakete soll von Anfang an für Flüge mit Menschen an Bord ausgelegt sein. Dafür wird aber eine spätere Ausbaustufe mit 6,5 Tonnen Landemasse nötig sein, um genug Reserven für ein Rückkehrraumschiff zu haben.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Nürnberg, Bonn, Meckenheim, München
  2. Unterfränkische Überlandzentrale eG, Lülsfeld

Die größere Variante des Landers wäre vergleichbar mit dem Mondlander in den Apollo Missionen, der mit 6,8 Tonnen Leermasse landete. Um die große Variante der Mondlandefähre starten zu können, wird wohl auf die Wiederverwendung verzichtet werden müssen. Außerdem dürften die Treibstofftanks so weit vergrößert werden, dass der Treibstoff im Mondlander nicht nur für die Landung reicht, sondern auch einen Teil der Beschleunigung auf dem Weg zum Mond übernehmen kann. Die Nutzlast übernimmt dabei die Funktion einer weiteren Raketenstufe. Ein solches Verfahren benutzte SpaceX bereits beim Start des Satelliten Telstar 19 Vantage, der eigentlich zu schwer für einen Start mit der Falcon 9 war.

Im Vergleich zur Apollo-Mondfähre verwendet Blue Moon ein deutlich effizienteres Wasserstofftriebwerk für das Landemanöver. Der kugelförmige Wasserstofftank ist auch für die Größe des Landers verantwortlich. Ein Liter flüssiger Wasserstoff wiegt nur 70 Gramm. Der Lander ist deshalb deutlich größer als die Apollo-Mondfähren. Nach der Landung sollen die unvermeidlichen Treibstoffreste in den Wasserstoff- und Sauerstofftanks zum Betrieb von Brennstoffzellen dienen, die während der zweiwöchigen Mondnacht Strom und Wärme liefern sollen.

Effizientes Triebwerk macht die Mission möglich 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ für PC/69,99€ für PS4, Xbox (Release am 4. Oktober)
  2. 4,99€
  3. 20,99€
  4. 0,49€

josef64 13. Mai 2019 / Themenstart

Dieser Mann hat keinerlei Achtung in meinen Augen. Während er offensichtlich nicht wei...

t_e_e_k 11. Mai 2019 / Themenstart

Kwt

Kay_Ahnung 10. Mai 2019 / Themenstart

Naja die Idee ist ja wenn du irgendwann eine Schwerindustrie auf dem Mond hast, das du...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
    Projektmanagement
    An der falschen Stelle automatisiert

    Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
    Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


      Dark Mode: Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft
      Dark Mode
      Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft

      Viele Nutzer und auch Apple versprechen sich vom Dark Mode eine augenschonendere Darstellung von Bildinhalten. Doch die Funktion bringt andere Vorteile als viele denken - und sogar Nachteile, die bereits bekannte Probleme bei der Arbeit am Bildschirm noch verstärken.
      Von Mike Wobker

      1. Sicherheitsprobleme Schlechte Passwörter bei Ärzten
      2. DrEd Online-Arztpraxis Zava will auch in Deutschland eröffnen
      3. Vivy & Co. Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

        •  /