Raumfahrt: Jaxa testet System zur Beseitigung von Weltraumschrott

Der Raumtransporter Kounotori der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa bringt nicht nur Nahrung und Wasser auf die ISS. Er wird auch ein System testen, mit dem künftig Weltraumschrott beseitigt werden soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Japanischer Raumtransporter Kounotori 6: 700 Meter lange Leine
Japanischer Raumtransporter Kounotori 6: 700 Meter lange Leine (Bild: Jaxa)

Kampf dem Schrott: Die japanische Raumfahrtagentur Japanese Aerospace Exploration Agency (Jaxa) testet eine neue Möglichkeit, Weltraumschrott zu entsorgen.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (w/m/d) oder Akademische Rätin ... (m/w/d)
    Universität Passau, Passau
  2. Data Scientist (m/f/d)
    Lidl Digital, Berlin, Neckarsulm
Detailsuche

Der Raumfrachter Kounotori 6 (HTV, weißer Storch) ist mit einem Testsystem ausgestattet, das beispielsweise ausgediente Satelliten zum Absturz bringen könnte. Das Kounotori Integrated Tether Experiment (Kite) ist eine 700 Meter lange elektrodynamische Leine, an deren Ende eine 20 Kilogramm schwere Endmasse befestigt ist.

Strom fließt die Leine entlang

Die Leine kann durch elektrischen Strom und die Einwirkung des Erdmagnetfeldes bewegt werden. Das will die Jaxa während der HTV-6-Mission eine Woche lang testen.

Das Konzept sieht vor, dass eine solche Leine künftig an einem Stück Weltraumschrott angebracht wird. Durch die Bewegung soll das Schrottteil aus seiner Bahn geworfen werden und dann in der Erdatmosphäre verglühen.

Die ISS weicht Schrott aus

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Weltraumschrott ist eine Bedrohung für die Raumfahrt. So muss die ISS immer wieder mal größeren Schrottteilen ausweichen. Eine der Antennen sowie Solarpaneele des Weltraumteleskops Hubble sind durch Weltraumschrott beschädigt worden.

Wissenschaftler suchen deshalb nach Lösungen für das Problem. Ein Konzept etwa sieht vor, ein Stück Schrott mit einem Satelliten einzufangen. Eine andere Möglichkeit könnte sein, Schrottteile mit einem Laser zu beschießen und dadurch abzubremsen, damit sie ihre Bahn ändern und schließlich verglühen. Chinesische Wissenschaftler wollen sogar Weltraumschrott zu Treibstoff verarbeiten.

Kounotori setzt Cubesats aus

Kounotori 6 ist am 9. Dezember um 22:26 Uhr Ortszeit (14:26 Uhr mitteleuropäischer Zeit) vom Startplatz Tanegashima in der japanischen Präfektur Kagoshima gestartet. Er soll am Dienstag an der ISS andocken. An Bord hat er knapp sechs Tonnen Versorgungsgüter für die Station. Darunter sind Wasser und Nahrungsmittel, neue Lithium-Ionen-Akkus sowie wissenschaftliche Ausrüstung. Schließlich hat Kounotori 6 sieben Cubesats und eine Startvorrichtung für Minisatelliten an Bord.

Der Raumtransporter bleibt bis Ende Januar oder Anfang Februar 2017 an der ISS angedockt. Er wird mit Abfällen und Schrott von der Station beladen. Nach dem Abdocken wird er beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


logged_in 12. Dez 2016

Wohl ein Gremium welches sich intensiv mit der Raumfahrt beschäftigt, wohl aus NASA und...

narfomat 12. Dez 2016

der raumtransporter... das bild erinnert stark an eine 0.33 aludose =)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Retro Computing: Lotus 1-2-3 auf Linux portiert
    Retro Computing
    Lotus 1-2-3 auf Linux portiert

    Das Tape-Archiv eines BBS mit Schwarzkopien aus den 90ern lädt Google-Entwickler Tavis Ormandy zum Retro-Hacking ein.

  2. Übernahme: Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um
    Übernahme
    Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um

    Die US-Regierung sieht Twitter als Wiederholungstäter bei Datenschutzverstößen und Elon Musk will sich das Geld für die Übernahme nun anders besorgen.

  3. Heimnetze: Die Masche mit dem Nachbarn
    Heimnetze
    Die Masche mit dem Nachbarn

    Heimnetze sind Inseln mit einer schmalen und einsamen Anbindung zum Internet. Warum eine Öffnung dieser strengen Isolation sinnvoll ist.
    Von Jochen Demmer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindstar (u. a. Palit RTX 3050 Dual 319€, MSI MPG X570 Gaming Plus 119€ und be quiet! Shadow Rock Slim 2 29€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) • Viewsonic-Monitore günstiger • Alternate (u. a. Razer Tetra 12€) • Marvel's Avengers PS4 9,99€ • Sharkoon Light² 200 21,99€ [Werbung]
    •  /