Abo
  • Services:
Anzeige
3D-Drucker auf der ISS: Werkstatt jenseits der Erde
3D-Drucker auf der ISS: Werkstatt jenseits der Erde (Bild: Nasa)

Raumfahrt: ISS-Besatzung nimmt 3D-Drucker in Betrieb

3D-Drucker auf der ISS: Werkstatt jenseits der Erde
3D-Drucker auf der ISS: Werkstatt jenseits der Erde (Bild: Nasa)

3D-Druck bei Schwerelosigkeit: Die Besatzung der ISS hat den 3D-Drucker auf der Raumstation in Betrieb genommen. Der Testdruck funktionierte und sorgte schon für eine Überraschung.

Made in Space - hergestellt im Weltraum, lautet die Botschaft auf dem kleinen Plastikschild, darunter die Schrift der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Aufgebaut wurde es von einem 3D-Drucker auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS). Es ist der erste 3D-Druck im Weltraum.

Anzeige

Barry "Butch" Wilmore, Leiter der 42. Expedition auf der ISS, hatte den 3D-Drucker am 17. November 2014 aufgestellt und den ersten Test durchgeführt. Ausgehend von diesem Testdruck - eine kleine Platte mit einem Loch in der Mitte und einer Stufe in der Kante - hatte die Nasa von der Erde aus Kommandos zur weiteren Kalibrierung an den Drucker gesandt.

Der Drucker ist einsatzbereit

Es folgte ein zweiter Test am 20. November. Dessen Ergebnis war, dass der 3D-Drucker voll einsatzbereit ist. Daraufhin wurde am 24. November das Kommando zum Druck der Platte mit der erhabenen Schrift an den Drucker gesandt. Die Platte soll am Gehäuse des Geräts angebracht werden - denn Made in Space ist nicht nur eine Botschaft, sondern auch der Name des Druckerherstellers.

Dieser Druck sei der erste Schritt, jenseits der Erde eine Werkstatt zur Verfügung zu stellen, die auf Verlangen Objekt herstelle, sagt Niki Werkheiser, Nasa-Projektleiterin für den 3D-Drucker auf der ISS. "Die Raumstation ist das einzige Labor, in dem wir diese Technik umfassend im Weltraum testen können."

Drucker muss sich selbst drucken können

Die Astronauten hätten als Erstes die Platte gedruckt, um zu zeigen, dass der 3D-Drucker Ersatzteile für sich selbst herstellen könne, sagt Werkheiser. "Wenn der Drucker für Forschungsreisende wichtig ist, muss er in der Lage sein, seine eigenen Teile zu replizieren, damit er bei längeren Reisen zum Mars oder einem Asteroiden weiterarbeiten kann."

Der 3D-Drucker nutzt das Verfahren der Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM). Er baut also Gegenstände aus einem Kunststoffdraht auf, der geschmolzen und durch eine Düse gedrückt wird. Ausgangspunkt war ein herkömmlicher Desktop-3D-Drucker, den Made in Space für den Einsatz in der Schwerelosigkeit modifiziert hat.

Vorbereitung für den Einsatz im All

So hat der Drucker ein Gehäuse aus Metall bekommen. Darin ist ein Glasfenster eingelassen, damit die Astronauten den Druck im Auge behalten können. Außerdem musste die Mechanik des Geräts angepasst werden. "Wir haben ein System entwickelt, das unabhängig von dem Gravitationsfeld, in dem es druckt, funktioniert", erklärte Marketingchef Grant Lowers Golem.de im vergangenen Jahr.

Getestet wurde der Drucker in Hunderten Parabelflügen. Dennoch sorgte schon der erste Druck auf der ISS für eine Überraschung: Das Schild haftete deutlich fester an der Arbeitsplatte als erwartet. Möglicherweise verbinden sich die einzelnen Kunststofflagen bei weitgehender Schwerelosigkeit anders als auf der Erde. Das müssen weitere Drucke zeigen.

Gedacht ist der 3D-Drucker dazu, dass die Besatzung auf der ISS Teile bei Bedarf vor Ort selbst herstellen kann, statt darauf warten zu müssen, dass sie von der Erde nachgeliefert werden. Außerdem dient der Test als Vorbereitung auf kommende Raumfahrtmissionen, etwa zum Mars.


eye home zur Startseite
Ogameplayer 17. Mai 2016

Och man kann sicher auch einen Metallpulverdrucker für die schwerelosigkeit bauen. Sein...

Anonymer Nutzer 27. Nov 2014

Aber was? Der erste Test liefert noch keine wirklich produktiv einsetzbaren Ergebnisse...

Loxxx 26. Nov 2014

Korrektur: ...von Usern, die einen SCHLECHTEN (weil viel zu nahe liegenden) Witz nicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MöllerTech International GmbH, Bielefeld
  2. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  3. IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berlin
  4. ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 19,99€
  2. (-78%) 7,99€
  3. 7,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  2. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  3. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  4. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  5. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  6. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  7. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  8. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops

  9. O2 und E-Plus

    Telefónica hat weiter Probleme außerhalb von Städten

  10. Project Zero

    Google-Entwickler baut Windows-Loader für Linux



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: 16GB RAM unzeitgemäß

    matzems | 17:54

  2. Wer ahnt hier Zusammenhänge????

    gast22 | 17:53

  3. Re: Nicht nur O2. ALLE haben aktuell Probleme...

    gast22 | 17:53

  4. Re: Was verbaut man da drin?

    Sharra | 17:51

  5. Re: Kann nicht sein!!!

    sfe (Golem.de) | 17:49


  1. 17:59

  2. 17:44

  3. 17:20

  4. 16:59

  5. 16:30

  6. 15:40

  7. 15:32

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel