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Die halbzivile Technik der Nasa

1965 bemühte sich die indische Incospar um Hilfe von der Nasa und fragte an, ob die US-Raumfahrtbehörde beim Bau einer indischen Variante der US-amerikanischen Scout-Trägerrakete helfen würde. Die Nasa stimmte einem Kauf durch Indien zu, allerdings nur, wenn die Scout-Raketen für zivile Zwecke eingesetzt würden. Über eine Kooperation müsse das Innenministerium entscheiden. Die Nasa schickte aber die freigegebene technische Dokumentation der Scout. Dank der Ausbildung der Ingenieure und der Erfahrung mit den Höhenforschungsraketen gelang Indien bald darauf ein Nachbau der Scout-Rakete.

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Brisant daran ist, dass die Scout-Rakete ihrerseits ein Nebenprodukt des US-Militärs ist. Die erste Stufe der Scout stammt von der Polaris-Rakete, die zweite Stufe von der Sergeant. Beide wurden in den USA ursprünglich für die Benutzung mit Atomsprengköpfen entwickelt. Mit lagerbaren Treibstoffen sind sie jederzeit startbereit und in jeder Hinsicht für den militärischen Einsatz geeignet.

Hilfe aus Deutschland und Frankreich

Eine derartige Kooperation bestand nicht nur mit den USA, sondern auch mit Frankreich und Deutschland. Indische Ingenieure waren an der Entwicklung des Viking-Triebwerks für die erste Ariane-Rakete beteiligt. Die Ariane-Rakete sollte die Nachfolgerin der kläglich gescheiterten Europa-Rakete werden. Ein Scheitern der neuen Rakete sollte möglichst ausgeschlossen werden. Deshalb wurde die europäische Ariane zum größten Teil aus erprobter Militärtechnik entwickelt.

Als Treibstoff verwenden die Viking-Triebwerke eine Kombination aus Hydrazinderivaten und Stickstofftetroxid. Eine erprobte Kombination, die äußerst giftig ist und weniger Leistung als die Kombination aus flüssigem Sauerstoff und Kerosin bringt, dafür aber über Jahre einsatzbereit im Tank einer Rakete lagern kann. Parallel zum europäischen Viking-Triebwerk entstand so das weitgehend identische indische Vikas-Triebwerk, das in Indien in Lizenz gebaut wird. Aus einer Kooperation mit dem DLR im Jahr 1976 stammten auch verbesserte Leitsysteme für die indischen Raketen. Dazu kamen Erfahrungen mit Testständen und leichten faserverstärkten Kunststoffen, die damals noch eine Neuheit waren.

Dabei darf nicht der Eindruck entstehen, dass die indischen Ingenieure keine eigenen Leistungen erbracht hätten. Schon der Nachbau erfordert einiges an Verständnis von der Technik und die späteren Entwicklungen gehen weit über die ursprüngliche Technik hinaus. Die Entwicklung der großen Feststoffbooster, mit denen die PSLV und die GSLV gestartet werden, wäre sonst nicht möglich gewesen. Eine detailliertere Geschichte dazu lässt sich in einer Ausgabe des "Bulletin of the Atomic Scientists" von 1989 nachlesen.

Nach dem Kalten Krieg wollte Indien die Kooperation noch weiter ausbauen, immerhin pflegten der Westen und die ehemalige Sowjetunion nun friedliche Beziehungen.

 Der Mars ist nicht schwer zu erreichenAuf eigenen Füßen 
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Frank... 20. Jun 2016

Wie ich es in einem anderen Kommentar schon geschrieben habe: Es geht um ein delta-v...

tomatentee 18. Jun 2016

Das liegt aber mehr daran, dass die Bologna-Abschlüsse selbst wenn sie ehrlich erworben...

Jogibaer 18. Jun 2016

Finde ich auch, top!

Zeitvertreib 16. Jun 2016

Schön wäre das :) Aber leider nein. Masse ist auch im Weltall träge und um so mehr davon...

LASERwalker 16. Jun 2016

Mit solchen Programmen kann man gute Ingenieure und Know-How im Lang behalten. Ohne die...


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