Abo
  • Services:
Anzeige
Die Raumsonde Mangalyaan erreichte 2014 den Mars.
Die Raumsonde Mangalyaan erreichte 2014 den Mars. (Bild: Wikimedia/CC-BY-SA 4.0)

Der Mars ist nicht schwer zu erreichen

Um den Mars zu erreichen, muss der Satellit stärker beschleunigt werden als für eine Mission im Erdorbit. Aber auch Nachrichtensatelliten werden normalerweise von ihrer Trägerrakete nicht in ihrem Zielorbit ausgesetzt. Stattdessen kommen sie in einen stark elliptischen Übergangsorbit, von dem aus sie sich aus eigener Kraft in den geostationären Orbit begeben müssen. Nachrichtensatelliten sind dazu fast wie eine Raketenstufe aufgebaut, mit einem großen Treibstofftank.

Anzeige

Um den Übergang zum geostationären Orbit zu bewältigen, benötigt ein Satellit eine zusätzliche Beschleunigung von 1,6 km/s. Dazu kommen noch einmal 50 m/s pro Jahr, um die Position im Orbit zu halten. In dem hohen Orbit hat der Satellit den größten Teil der Erdanziehung aber schon überwunden. Für einen Flug zum Mars werden nur rund 600 m/s mehr Geschwindigkeit benötigt als für einen Flug in den geostationären Orbit. Dafür reichen die normalen Treibstoffreserven eines Satelliten gerade aus.

Größere Raketen würden helfen

Der indischen Marssonde Mangalyaan fehlte damit allerdings eine Treibstoffreserve, um einen günstigeren Orbit um den Mars zu erreichen. Dadurch kommt die Sonde nur alle drei Tage in Marsnähe. Auch die Nutzlast musste auf 15 Kilogramm beschränkt werden, weshalb der wissenschaftliche Nutzen der Mission stark eingeschränkt ist. Aber schon eine etwas größere Rakete für den Start würde Abhilfe schaffen.

Die Marsmission Mangalyaan wurde mit der kleinen PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) gestartet, einer indischen Rakete, die in etwa mit der kleinen europäischen Vega Rakete vergleichbar ist.

Als die Mission gestartet wurde, war die größere indische GSLV-Rakete (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) noch nicht zuverlässig genug, um eine Mission zu starten, die so öffentlichkeitswirksam sein würde. Sie hätte eine doppelt so schwere Sonde starten können und dabei nur etwa 15 Millionen Euro mehr gekostet. Erst zukünftige Missionen werden davon profitieren können.

Bei der Entwicklung dieser Raketen ging Indien ähnlich pragmatisch vor, wie beim Bau der Raumsonden - mit dem Unterschied, dass hier die Politik und das Militär eine wesentlich größere Rolle spielen.

Woher hat Indien seine Raketen?

Genauso wie alle nationalen Raumfahrtprogramme in Europa, Russland, den USA, in China, Japan und vielen anderen Ländern entstand das indische Trägerraketenprogramm in direktem Zusammenhang mit dem Militär. Die Indian Space Research Organisation (Isro) existiert seit 1969. Deren Geschichte geht aber auf das Department of Atomic Energy zurück, aus dem 1962 das Indian National Committee for Space Research (Incospar) ausgegründet wurde.

Wie die ersten Atombombentests nur zwölf Jahre später zeigten, war diese Ausgründung kein Zufall. Auch die Auswahl der Technologie für die ersten Raketen zeigt, dass die Entwicklung vor allem auf Trägerraketen für Atombomben ausgerichtet war.

Große Teile der Technologie stammen dabei ursprünglich nicht aus indischen Entwicklungen, sondern von Ländern auf der ganzen Welt. Die ersten Schritte begannen nach dem indisch-chinesischen Krieg von 1962, in dem die USA Indien gegen China beistand. Es kam zu einer Kooperation, in deren Rahmen indische Ingenieure in den USA im Bereich Raketentechnik ausgebildet wurden und schon 1963 US-amerikanische Höhenforschungsraketen von indischem Boden aus starteten.

 Raumfahrt: Indiens Griff nach den SternenDie halbzivile Technik der Nasa 

eye home zur Startseite
Frank... 20. Jun 2016

Wie ich es in einem anderen Kommentar schon geschrieben habe: Es geht um ein delta-v...

tomatentee 18. Jun 2016

Das liegt aber mehr daran, dass die Bologna-Abschlüsse selbst wenn sie ehrlich erworben...

Jogibaer 18. Jun 2016

Finde ich auch, top!

Zeitvertreib 16. Jun 2016

Schön wäre das :) Aber leider nein. Masse ist auch im Weltall träge und um so mehr davon...

LASERwalker 16. Jun 2016

Mit solchen Programmen kann man gute Ingenieure und Know-How im Lang behalten. Ohne die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, Frankfurt am Main
  2. dSPACE GmbH, Paderborn
  3. über Hays AG, Mannheim
  4. Württembergische Versicherung AG, Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Ausprobiert

    JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent

  2. Aufstecksucher für TL2

    Leica warnt vor Leica

  3. Autonomes Fahren

    Continental will beim Kartendienst Here einsteigen

  4. Arduino 101

    Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein

  5. Quartalsbericht

    Microsoft kann Gewinn durch Cloud mehr als verdoppeln

  6. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

  7. Drogenhandel

    Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

  8. Xcom-2-Erweiterung angespielt

    Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

  9. Niantic

    Das erste legendäre Monster schlüpft demnächst in Pokémon Go

  10. Bundestrojaner

    BKA will bald Messengerdienste hacken können



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. Re: Wer?

    der_wahre_hannes | 08:35

  2. Re: Wie wird er Trojaner ausgeführt?

    Voutare | 08:35

  3. Re: Ich finds ja zum piepen

    Kondratieff | 08:35

  4. Freude am Fahren

    Dajm | 08:35

  5. Re: Geht auch günstiger

    Noren | 08:35


  1. 08:03

  2. 07:38

  3. 07:29

  4. 07:20

  5. 23:50

  6. 19:00

  7. 18:52

  8. 18:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel