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Der Mars ist nicht schwer zu erreichen

Um den Mars zu erreichen, muss der Satellit stärker beschleunigt werden als für eine Mission im Erdorbit. Aber auch Nachrichtensatelliten werden normalerweise von ihrer Trägerrakete nicht in ihrem Zielorbit ausgesetzt. Stattdessen kommen sie in einen stark elliptischen Übergangsorbit, von dem aus sie sich aus eigener Kraft in den geostationären Orbit begeben müssen. Nachrichtensatelliten sind dazu fast wie eine Raketenstufe aufgebaut, mit einem großen Treibstofftank.

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Um den Übergang zum geostationären Orbit zu bewältigen, benötigt ein Satellit eine zusätzliche Beschleunigung von 1,6 km/s. Dazu kommen noch einmal 50 m/s pro Jahr, um die Position im Orbit zu halten. In dem hohen Orbit hat der Satellit den größten Teil der Erdanziehung aber schon überwunden. Für einen Flug zum Mars werden nur rund 600 m/s mehr Geschwindigkeit benötigt als für einen Flug in den geostationären Orbit. Dafür reichen die normalen Treibstoffreserven eines Satelliten gerade aus.

Größere Raketen würden helfen

Der indischen Marssonde Mangalyaan fehlte damit allerdings eine Treibstoffreserve, um einen günstigeren Orbit um den Mars zu erreichen. Dadurch kommt die Sonde nur alle drei Tage in Marsnähe. Auch die Nutzlast musste auf 15 Kilogramm beschränkt werden, weshalb der wissenschaftliche Nutzen der Mission stark eingeschränkt ist. Aber schon eine etwas größere Rakete für den Start würde Abhilfe schaffen.

Die Marsmission Mangalyaan wurde mit der kleinen PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) gestartet, einer indischen Rakete, die in etwa mit der kleinen europäischen Vega Rakete vergleichbar ist.

Als die Mission gestartet wurde, war die größere indische GSLV-Rakete (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) noch nicht zuverlässig genug, um eine Mission zu starten, die so öffentlichkeitswirksam sein würde. Sie hätte eine doppelt so schwere Sonde starten können und dabei nur etwa 15 Millionen Euro mehr gekostet. Erst zukünftige Missionen werden davon profitieren können.

Bei der Entwicklung dieser Raketen ging Indien ähnlich pragmatisch vor, wie beim Bau der Raumsonden - mit dem Unterschied, dass hier die Politik und das Militär eine wesentlich größere Rolle spielen.

Woher hat Indien seine Raketen?

Genauso wie alle nationalen Raumfahrtprogramme in Europa, Russland, den USA, in China, Japan und vielen anderen Ländern entstand das indische Trägerraketenprogramm in direktem Zusammenhang mit dem Militär. Die Indian Space Research Organisation (Isro) existiert seit 1969. Deren Geschichte geht aber auf das Department of Atomic Energy zurück, aus dem 1962 das Indian National Committee for Space Research (Incospar) ausgegründet wurde.

Wie die ersten Atombombentests nur zwölf Jahre später zeigten, war diese Ausgründung kein Zufall. Auch die Auswahl der Technologie für die ersten Raketen zeigt, dass die Entwicklung vor allem auf Trägerraketen für Atombomben ausgerichtet war.

Große Teile der Technologie stammen dabei ursprünglich nicht aus indischen Entwicklungen, sondern von Ländern auf der ganzen Welt. Die ersten Schritte begannen nach dem indisch-chinesischen Krieg von 1962, in dem die USA Indien gegen China beistand. Es kam zu einer Kooperation, in deren Rahmen indische Ingenieure in den USA im Bereich Raketentechnik ausgebildet wurden und schon 1963 US-amerikanische Höhenforschungsraketen von indischem Boden aus starteten.

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 Raumfahrt: Indiens Griff nach den SternenDie halbzivile Technik der Nasa 
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Frank... 20. Jun 2016

Wie ich es in einem anderen Kommentar schon geschrieben habe: Es geht um ein delta-v...

tomatentee 18. Jun 2016

Das liegt aber mehr daran, dass die Bologna-Abschlüsse selbst wenn sie ehrlich erworben...

Jogibaer 18. Jun 2016

Finde ich auch, top!

Zeitvertreib 16. Jun 2016

Schön wäre das :) Aber leider nein. Masse ist auch im Weltall träge und um so mehr davon...

LASERwalker 16. Jun 2016

Mit solchen Programmen kann man gute Ingenieure und Know-How im Lang behalten. Ohne die...


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