Raumfahrt: Indien schießt Weltraumobservatorium ins All

Indien hat ein Observatorium ins All geschossen, das fünf Jahre lang ferne Sterne beobachten soll. Als Sekundärnutzlast transportierte die Trägerrakete Satelliten einer anderen prominenten Weltraumnation.

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Start der Trägerrakete PSLV (am 28. September 2015): Astrosat geht nach eienr Woche in Betrieb
Start der Trägerrakete PSLV (am 28. September 2015): Astrosat geht nach eienr Woche in Betrieb (Bild: ISRO)

Navigationssatelliten sind kein Problem. Auf den Mond ist Indien 2008 geflogen. Seit vergangenem Jahr kreist die indische Sonde Mangalyaan um den Mars. Jetzt hat die indische Raumfahrtagentur Indian Space Research Organisation (ISRO) ihr erstes Weltraumobservatorium ins All geschossen.

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Eine Trägerrakete vom Typ Polar Satellite Launch Vehicle (PSLV) startete am 2. September 2015 um 10 Uhr morgens Ortszeit (6:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) vom Startplatz Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota im südostindischen Bundesstaat Andhra Pradesh aus. Eine knappe halbe Stunde später setzte sie ihre Nutzlast, insgesamt 1.631 Kilogramm, aus.

Indien bringt US-Satelliten ins All

Neben dem Observatorium Astrosat waren das ein indonesischer Mikrosatellit, vier Naonsatelliten aus den USA und einer aus Kanada. Es waren die ersten US-Satelliten, die eine indische Rakete in den Orbit brachte.

Astrosat ist ein Weltraumobservatorium, das ein breites Spektrum elektromagnetischer Wellen empfangen kann: sichtbares ebenso wie ultraviolettes Licht (UV) und Röntgenstrahlen - viele andere Satelliten haben nur einen kleinen Empfangsbereich. Astrosat soll unter anderem Neutronensterne, Schwarze Löcher sowie Sternentstehungsregionen beobachten.

Astrosat hat fünf Instrumente

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Das Observatorium ist mit fünf wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet: Das Ultraviolet Imaging Telescope (UVIT) ist ein Teleskop für UV- und sichtbares Licht, das Soft X-Ray Telescope (SXT) ist für Röntgenstrahlen in einem Spektrum von 0,3 bis 8 Kiloelektronenvolt (KeV). Der Cadmium Zinc Telluride Imager (CZTI) soll hochenergetische Röntgenstrahlung im Bereich von 10 bis 100 KeV erfassen.

Der Scanning Sky Monitor (SSM) soll den Himmel nach hellen Röntgenquellen in Doppelsternen absuchen. Der Large Area X-Ray Proportional Counter (LAXPC) schließlich soll Schwankungen in den Emissionen von Doppelsternen oder aktiven Galaxienkernen untersuchen.

Astrosat hat ein Startgewicht von 1.513 Kilogramm und wurde in einer Höhe von 650 Kilometern ausgesetzt. Kurz danach wurden die beiden Solarpaneele von Astrosat entfaltet. Die Mission ist auf fünf Jahre ausgelegt. Das Observatorium soll am 5. Oktober 2015 in Betrieb genommen werden.

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teenriot* 29. Sep 2015

Prinzipiell hast du recht, wenn es unendliche Ressourcen gäbe. Aber de Endlichkeit der...

Kleba 29. Sep 2015

Also hier steht, dass die 2008 gelandet sind.



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