Raumfahrt: Gärtnern im Weltall

Die Raumfähre Dragon wird ein kleines Salatbeet mit zur ISS nehmen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will testen, ob Pflanzen im Weltraum wachsen. Künftig könnten sich Astronauten auf Langzeitmissionen so mit frischem Salat versorgen - und sich beim Gartenbau entspannen.

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Römischer Salat für die ISS: tiefgefroren zurück zur Erde
Römischer Salat für die ISS: tiefgefroren zurück zur Erde (Bild: Gioia Massa/Nasa)

Auf dem Speisezettel auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) wird frisches Grün künftig nicht mehr nur stehen, wenn ein Raumtransporter Gemüse von der Erde mitgebracht hat: Die Astronauten sollen ihren Salat künftig selbst anbauen.

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Die Raumfähre Dragon, die heute starten soll, wird Veggie mit zur ISS nehmen, eine Art Weltraumgewächshaus, in dem die Besatzung römischen Salat züchten soll. Jede Pflanze wächst auf einer Art Kissen. Für das nötige Licht sorgt eine Anordnung von roten, grünen und blauen Leuchtdioden.

Größte Pflanzenzuchteinrichtung im Weltraum

Das gesamte Weltraumbeet ist etwa 30 x 37 Zentimeter groß. Damit sei es die bislang größte Pflanzenzuchteinrichtung im Weltraum, erklärt Gioia Massa, eine Nasa-Wissenschaftlerin, die an Veggie mitgearbeitet hat. Für den Transport oder die Lagerung kann Veggie zusammengeklappt werden.

Die Pflanzen sind bereits auf dem Boden im Space Life Sciences Laboratory des Kennedy Space Center vorbereitet worden. Salatsetzlinge wurden auf die Kissen gepflanzt. Ihr Wachstum wurde genau überwacht: Zustand, Größe, Menge des verwendeten Wassers sowie die Mikroorganismen, die darauf wuchsen. Es soll getestet werden, ob und wie die Pflanzen in weitgehender Schwerelosigkeit gedeihen.

Entspannte Weltraumgärtner

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"Die Sicherstellung der Versorgung ist eines unserer wichtigsten Ziele bei diesem Test", sagt Massa. Auf langen Raumflügen, wie sie die Nasa etwa zum Mars plant, könnte Veggie dazu genutzt werden, die Astronauten mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Außerdem, so glaubt Massa, könnten die Raumfahrer sich beim Gärtnern entspannen.

Die Salatpflanzen sollen eine Weile auf der ISS wachsen und dann geerntet werden. Sie sind allerdings nicht zum Verzehr gedacht: Sie werden tiefgefroren und dann zur Erde zurückgebracht, wo sie genau untersucht werden sollen.

Dragon, die Raumfähre des US-Weltraumunternehmens SpaceX, soll heute zu ihrem dritten regulären Versorgungsflug (Commercial Resupply Service 3, CRS-3) zur ISS starten. An Bord hat sie neben den Versorgungsgütern für die Raumstation noch 200 Minisatelliten, sogenannte Sprites.

Der Start von CRS-3 war bereits für Mitte März geplant, musste aber verschoben werden.

Nachtrag vom 15. April 2014, 9:50 Uhr

Der Start der Dragon musste erneut verschoben werden. Grund war ein Leck in einer Heliumleitung in der ersten Stufe der Trägerrakete Falcon 9 v1.1.

CRS-3 ist bereits mehrfach verschoben worden - zunächst wegen nicht näher bezeichneter Bedenken, danach wegen eines Radarausfalls im Kennedy Space Center. Der Termin am 14. stand wegen eines Computerausfalls auf der ISS infrage.

Nächster möglicher Starttermin ist der kommende Freitag, der 18. April, um 9:25 Uhr unserer Zeit.

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pseudo 15. Apr 2014

Nein, natürlich nicht. Experimente mit Pflanzen in der Schwerelosigkeit gehörten schon...

Endwickler 15. Apr 2014

Echt mal, ist die Erde nicht im Weltraum oder ist hier eher das Wachstum in der...

Tylon 15. Apr 2014

Irrglaube. Tazawa hat diesbezüglich Untersuchungen gemacht vor 20 Jahren und gezeigt...

Anonymer Nutzer 15. Apr 2014

Ich denke einen Speicher mit Saat, Dünger und ähnlichem für den Fall dass der Zyklus...



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