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69 Jahre flogen Satelliten statt Wasserstoffbomben

Dabei war die Sojus vor 69 Jahren im Jahr 1957 die erste Interkontinentalrakete der Welt, gedacht zum Start von fünf Tonnen schweren Wasserstoffbomben. Ursprünglich wurde die Rakete als R-7 oder Semjorka (Nummer 7) bezeichnet. Sie war das Ergebnis einer direkten Linie konsequenter technologischer Weiterentwicklungen von Nachbauten deutscher V-2-Raketen nach dem Zweiten Weltkrieg, die zunächst als R-1 bezeichnet wurden.

Mit leichterer Nutzlast konnte die R-7 entsprechend der Raketengleichung auch Satelliten in eine Erdumlaufbahn befördern. Das tat sie unter dem Namen Sputnik (dt.: Begleiter).

Daraufhin wurden sowjetische Raketen zunächst allgemein nach der ersten Nutzlast benannt, die der Raketentyp gestartet hat. Unter dem Namen Sojus startete sie erstmals 1967 mit der bemannten Mission Sojus-1. Diese wurde zum ersten tödlichen Unfall der Raumfahrtgeschichte, weil sich die Fallschirme durch verdampfte Klebstoffe nicht öffneten.

Eines der letzten großen Vermächtnisse der Sowjetunion

Ohne die Sojus-Raketen, die nicht ohne die Elektronik aus dem beschädigten Gebäude auskommen, können keine Sojus-Raumschiffe und Progress-Frachter zur Raumstation ISS fliegen. Sollte der integrierte Fabrikkomplex weiter zerstört oder die zerstörten Teile nicht wieder aufgebaut werden können, wäre es auch das faktische Ende der aktiven Beteiligung Russlands an der ISS, die durch den Angriff jetzt schon infrage gestellt ist.


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