Raumfahrt: Fallschirm für Exomars Rover wieder bei Test gescheitert

Zwei gescheiterte Fallschirmtests gefährden den Start des ersten europäischen Marsrovers im Jahr 2020. Zuvor scheiterte 2016 schon Schiaparelli, die Demonstrationsmission für das Landemanöver.

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Bislang hat es noch keinen erfolgreichen Test der Fallschirme für die Marslandung gegeben.
Bislang hat es noch keinen erfolgreichen Test der Fallschirme für die Marslandung gegeben. (Bild: ESA)

Die russisch-europäische Landemission Exomars soll 2020 starten. Aber wie die Esa bekanntgab, ist am 5. August bereits zum zweiten Mal der Test des 35 Meter großen Hauptfallschirms gescheitert. Eine Testkapsel wurde dazu mit einem Höhenballon in die Stratosphäre gebracht. Bereits beim ersten Test am 28. Mai rissen sowohl der 15 Meter große Bremsschirm als auch der 35 Meter große Hauptschirm während des Entfaltens. Der zweite Test konzentrierte sich nur auf den Hauptschirm. Die Modifikationen am Fallschirm haben den Fehler offensichtlich nicht korrigiert.

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Es sei enttäuschend, dass die eingebrachten Vorsichtsmaßnahmen im Design nicht geholfen hätten, den Test erfolgreich zu absolvieren, sagte Teamleiter Francois Spoto. Das Team konzentriere sich weiterhin darauf, den Fehler zu verstehen und zu korrigieren. Im September soll dazu auch ein gesonderter Workshop mit Experten von der Nasa veranstaltet werden. Ein dritter Test ist für Anfang 2020 geplant. Sollte auch dieser Test fehlschlagen, muss die Mission auf das nächste Startfenster im Jahr 2022 verschoben werden. Ursprünglich war Exomars für 2018 geplant.

Ernsthafte Probleme für Exomars deuteten sich bereits an, als der Testlander Schiaparelli im Jahr 2016 auf dem Mars abstürzte. Die Ursache wurde auf einen Sensorfehler zurückgeführt. Aber die vor dem Absturz gesendeten Daten deuteten bereits damals auf ein unerwartet wildes Verhalten des nur 12 Meter großen Fallschirms hin, das zuvor von den Simulationen nicht erfasst wurde. Der Fallschirm habe funktioniert, aber sein Verhalten bei der hohen Geschwindigkeit von Mach 2 wurde nicht ausreichend verstanden.

Der Untersuchungsbericht des Schiaparelli-Absturzes übte scharfe Kritik an mangelnder Zeit und zu geringer Finanzierung. Dadurch sei es beispielsweise zum Verzicht auf eine redundante Flugsteuerung zu kommen, die Defekte oder Fehler von einzelnen Sensoren hätte erkennen und ausgleichen können. Der Zeitdruck, 2016 zu starten, habe zu unangebrachten Kürzungen im Bau des Landers geführt.

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