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Und wozu das alles?

Ein Interesse der Esa ist es, den eigenen Bedarf zu decken. "Das originäre Ziel ist ja nicht, dass wir den weltweiten kommerziellen Markt bei Startdienstleistungen dominieren, sondern sicherzustellen, dass wir unseren eigenen institutionellen Bedarf abdecken können", sagt Burkhardt. "Sprich, dass wir autonom entscheiden können: Wir wollen ein Galileo-System starten, mit dem Copernicus-System Erdbeobachtung machen, zivile und militärische Telekommunikation sichern. Es gibt gewisse institutionelle Bedarfe, die über Weltraumsatelliten und Weltraumanwendungen gedeckt werden, und es ist Konsens in Europa, dafür eine eigene Startkapazität zu haben, um uns da nicht von Dritten abhängig zu machen."

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Allerdings ist es ökonomisch sinnvoll, sich nicht ausschließlich auf den institutionellen Bedarf zu beschränken, sondern auch den kommerziellen Markt zu bedienen. Dafür könnte eine wiederverwendbare Rakete sinnvoll sein. "Wir wissen heute noch nicht, ob die geplanten Konstellationen von Satelliten kommen werden oder nicht. Deswegen ist es wichtig, etwas zu untersuchen, das für die Zukunft flexibel ist, damit man sich der Evolution des Marktes anpassen kann", sagt Dumont. Die europäische Trägerrakete Ariane 5 sei zwar eine gute und zuverlässige Rakete. Aber sie sei im Vergleich zur Falcon 9 von SpaceX teurer.

Eine wiederverwendbare Rakete ist flexibel

Eine wiederverwendbare Rakete könnte diese Flexibilität bieten: Kleinere Nutzlasten etwa könnten mit einer Rakete geflogen werden, deren erste Stufe später zur Erde zurückkommt und anschließend für einen weiteren Flug aufbereitet wird. Von einer Rakete, die eine größere Nutzlast transportiert, oder einer, die in einen höheren Orbit geschossen wird, stürzt die erste Stufe anschließend ins Meer - so wie SpaceX das auch praktiziert.

Es ist aber auch möglich, die Erststufe mit einer großen Geschwindigkeit zurückkehren zu lassen. Dann ist die Beanspruchung größer und anschließend der Aufwand der Vorbereitung für den nächsten Start entsprechend höher. Eine Stufe, die schon mehrfach geflogen ist, könnte am Ende für eine Einwegmission eingesetzt werden. "Das Schöne an einem wiederverwendbaren System ist, dass man alle Parameter in sehr viele Richtungen drehen kann", sagt Dumont.

Ziel ist es, das zu testen. "Technisch kann man viel machen. Die Frage ist aber auch, was wirtschaftlich sinnvoll ist. Man muss ein gutes Verhältnis zwischen Investition und dem, was man davon bekommt, erreichen", resümiert Dumont. "Es kann auch sein, dass man am Ende entdeckt, dass für unseren europäischen Markt so eine Lösung nicht die beste ist. Das kann sein. Aber ohne einen Demonstrator kann man das nicht herausfinden."

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Anonymer Nutzer 05. Feb 2018

Wie viel Geld kann man denn in Forschung stecken, bis die ersten auftauchen und...

tritratrulala 02. Feb 2018

Wenn das noch nicht geschehen ist, wird das wahrscheinlich bald so sein. In der Theorie...

Steffo 02. Feb 2018

Bis in den 80ern und 90ern hat Europa aufgeholt. Heute kommt es mir vor, als würde Europa...

Stefan Grotz 02. Feb 2018

Schön, dass dieses Thema endlich angegangen wird. Ich hoffe, dass die Verspätung auch...

PearNotApple 02. Feb 2018

Prinzipiell eine gute Idee. Aber das Problem ist, dass der Erdorbit keinem Staat gehört...


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