Raumfahrt: Esa braucht 400 Millionen Euro für Exomars
Ebbe bei der Esa: Der europäischen Raumfahrtagentur fehlt ein gehöriger Batzen Geld für die Fortführung der europäisch-russischen Marsmission Exomars(öffnet im neuen Fenster). Das will die Esa bei der Ministerkonferenz in der kommenden Woche beantragen.
Rund 400 Millionen Euro brauche die Esa, um Exomars fortführen zu können, berichtet die Deutsche Nachrichtenagentur (dpa). Das Geld werde für den Bau der Raumfahrzeuge sowie Esa-interne Kosten etwa für die Umsetzung des Projekts benötigt. Die Zusatzkosten werden auf etwa 300 Millionen Euro geschätzt.
Die Minister treffen sich in der Schweiz
An der Ministerkonferenz nehmen die zuständigen Regierungsvertreter aller 22 Esa-Mitgliedstaaten teil. Das Treffen findet am 1. und 2. Dezember in Luzern in der Schweiz statt. Die Esa wird das fehlende Geld bei den Mitgliedern beantragen.
Exomars ist ein gemeinsames Projekt der Esa und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, das zwei Missionen umfasst. Die erste war im März gestartet und kam im Oktober an.
Schiaparelli stürzte ab
Zur Mission gehörte, das Landefahrzeug Schiaparelli auf dem Mars abzusetzen. Das schlug jedoch fehl: Schiaparelli stürzte ab. Schuld waren mutmaßlich fehlerhafte Daten eines Sensors.
Der zweite Flug zum Mars ist für das Jahr 2020 geplant. Dann wollen Esa und Roskosmos einen Rover(öffnet im neuen Fenster) auf dem Planeten absetzen. Er soll unter anderem zwei Meter tief in den Marsboden bohren und Proben entnehmen. Für einen späteren Zeitpunkt schließlich ist geplant, auf dem Mars entnommene Proben zur Erde zurückzubringen(öffnet im neuen Fenster).
In Luzern wird außerdem über weitere wichtige europäische Raumfahrtmissionen entschieden. Dazu gehört die Verlängerung der ISS-Mission sowie weitere Flüge des europäischen Servicemoduls für die Orion-Raumkapsel.
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