Raumfahrt: Erster Apollo-Bordcomputer aus dem Schrott gerettet

Er war schon auf dem Schrott: Ein Informatiker aus Südafrika hat den ersten Bordcomputer der Raumfahrtgeschichte aufgespürt. Nach seinem Flug 1966 war er auf dem Schrott gelandet und dann versteigert worden.

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Start der Apollo-11-Mission (Symbolbild): Vorbereitung der Mondmissionen
Start der Apollo-11-Mission (Symbolbild): Vorbereitung der Mondmissionen (Bild: Nasa)

Aus dem Orbit auf den Müll und dann in ein Lager: Francois Rautenbach, ein Informatiker aus Tshwane in Südafrika, hat einen der ersten Bordcomputer der Raumfahrtgeschichte aufgetrieben und wieder in Betrieb genommen. Jetzt hat der Rechner einen angemessenen Platz.

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Der Block 1 Apollo Guidance Computer (AGC) steuerte die Mission Apollo-Saturn 202 am 25. August 1966. Es war der dritte unbemannte Testflug des Apollo-Programms und gehörte zur Vorbereitung der Mondmission. AS 202 startete von Cape Caneveral. Eine Saturn-IB-Rakete brachte eine Apollo-Landekapsel bis auf eine Höhe von gut 1.100 Kilometern. Die Kapsel wasserte etwa anderthalb Stunden später im Pazifik.

Erst im Weltall, dann auf dem Schrott

AS 202 war eine der ersten Missionen, bei denen ein Computer an Bord eines Raumfahrzeugs war. Block 1 AGC ist laut Rautenbach zudem der erste Mikrocomputer mit integrierten Schaltkreisen. Nach seinem Ausflug ins All landete das Gerät jedoch nicht im Museum, sondern auf dem Schrotthaufen. Ein Mann aus Houston im US-Bundesstaat Texas ersteigerte ihn als Teil eines drei Tonnen schweren Posten Altmetalls.

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Rautenbach begann, sich nach der Lektüre eines Buches über die AGC für das Gerät zu interessieren. Er recherchierte und kam so mit Experten auf diesem Gebiet in Kontakt. Einer schickte ihm schließlich Fotos von alten Speichermodulen, den AGC Rope Memory Modules, mit der Aufschrift Flight 202. Darauf war, so fand er heraus, die Software gespeichert.

Das FBI gab sich mit der Rechnung zufrieden

Die Fotos stammten von dem Käufer des Schrotts. Rautenbach kontaktierte ihn, doch der Texaner wollte erst nicht so recht mit ihm sprechen: Nachdem er erste Schrottteile auf Ebay verkauft hatte, bekam er Besuch von der US-Bundespolizei FBI, die ihn nach der Herkunft fragte. Er konnte die Beamten zwar mit der Rechnung zufriedenstellen, war danach aber vorsichtig und wollte mit niemandem aus den USA mehr darüber sprechen.

Auch mit ihm habe er erst nicht sprechen wollen, erzählte Rautenbach dem südafrikanischen Online-Nachrichtenangebot Gadget. Es sei ein Vorteil gewesen, dass er kein US-Amerikaner sei. "An einem bestimmten Punkt eröffnete er mir, dass er weitere Module habe. Er gab zu, dass er einen vollständigen Apollo Guidance Computer hat, und ich vermutete, dass er dazu genutzt wurde, um den Apollo 11 Guidance Computer zu entwickeln."

Der Computer läuft wieder

Nachdem er weitere Daten bekommen hatte, war Rautenbach klar, dass es sich um den AS-202-Computer handelte. Rautenbach besuchte den Besitzer und baute den Computer wieder zusammen. Anschließend konnte er auch die Software wieder herstellen.

"Viele von uns wuchsen mit dem Irrtum auf, dass der AGC weniger leistungsfähig war als ein programmierbarer Taschenrechner. Ich habe herausgefunden, dass das überhaupt nicht stimmt und der AGC im Gegenteil ein sehr leistungsfähiger Computer war", resümiert Rautenbach.

Inzwischen hat Block 1 AGC auch einen angemessen Ehrenplatz: Er ist Teil der Ausstellung auf dem Flugzeugträger USS Hornet, der in Alameda im US-Bundesstaat Kalifornien liegt. Die USS Hornet fischte 1966 die Apollo-Kapsel des AS-202-Flugs aus dem Pazifik. 1969 barg sie die Kapseln der Mondmissionen Apollo 11 und Apollo 12.

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Quantium40 10. Jul 2019

Das ist alles eine Frage, von welchem Jahr man da ausgeht. In den 1970er waren die...

Quantium40 10. Jul 2019

Das ist ja nicht der einzige Apollo Guidance Computer und andere sind durchaus im Museum...

Asmael 07. Sep 2016

32 TB. Hab ich mich verrechnet? Edit: Ach ja, drei Nullen zuviel. Scheiße. Hätte nicht...

Hotohori 07. Sep 2016

Bei der Aluhut Fraktion ist eben Hopfen und Malz verloren, da nützt alles nicht, die...



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