Abo
  • Services:

Raumfahrt: Enterprise soll sich in 20 Jahren bauen lassen

Eine Gruppe in den USA fordert den Bau eines Raumschiffs nach dem Vorbild der USS Enterprise. Das Projekt lasse sich mit heutiger Technik in nur 20 Jahren und mit geringer Belastung für Staat und Bürger durchführen.

Artikel veröffentlicht am ,
Build the Enterprise: Es geht - also machen wir es!
Build the Enterprise: Es geht - also machen wir es! (Bild: BTE/Screenshot: Golem.de)

Unsere heutige Technik reiche aus, so glaubt die Gruppe Build The Enterprise (BTE), das Raumschiff Enterprise aus der gleichnamigen Fernsehserie nachzubauen. In 20 Jahren, sind sie überzeugt, könnte das Raumfahrzeug fertig sein.

Zweckmäßige Konstruktion

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, Ratzeburg

Das Raumschiff soll aussehen wie die USS Enterprise der ersten Generation (Gen1 Enterprise), deren Aufbau die Gruppe als "ziemlich zweckmäßig" bezeichnet. Das bedeutet, sie soll eine Untertassensektion haben, die als Mannschaftsunterkunft dient. Im Inneren der Struktur wird sich ein rotierendes Rad befinden, in dem irdische Schwerkraftverhältnisse herrschen. In dem Bereich soll eine 1.000 Mann starke Besatzung Platz finden.

 
Video: Schwerkraftgenerator für Raumschiff Enterprise

Angetrieben wird die Enterprise von drei Ionen-Triebwerken, eine in dem Zylinder unter dem Hauptdeck und zwei an dessen beiden Auslegern. Sie werden elektrisch betrieben - das Haupttriebwerk von einem 1,5-Gigawatt-Atomreaktor. Die beiden anderen Triebwerke sollen jeweils von einem 500-Megawatt-Reaktor versorgt werden.

Keine Warp-Geschwindigkeit

Auf Warp-Geschwindigkeit beschleunigt der Ionen-Antrieb die Enterprise allerdings nicht: Er soll eine konstante Beschleunigung von 0,002 g schaffen. Damit erreiche das Schiff den Mond in drei, den Mars in 90 Tagen, schreiben die Entwickler. Es könnte von Planet zu Planet fliegen, Forschungsroboter hinunterschicken und jeden mit seinen Sensoren abtasten.

Gebaut werden soll die Enterprise im Weltall. Entsprechend muss jedes Teil auch ins Weltall befördert werden. Der Transport werde deshalb allein 35 Prozent der Kosten ausmachen. Insgesamt veranschlagt die Gruppe für das Projekt 1 Billion US-Dollar über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Geringe Belastungen

Aufgebracht werden soll das Geld von den USA. Es reiche, wenn jedes Jahr 0,27 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für das Projekt bereitgestellt würden, rechnet Mitglied BTE-Dan vor. Wachse das gleichmäßig um 2,4 Prozent pro Jahr, bleibe die Quote von 0,27 Prozent bis zur Fertigstellung gleich. Das entspricht laut BTE in diesem Jahr rund 41 Milliarden US-Dollar. Bei konstantem Wachstum stünden in 20 Jahren rund 60 Milliarden US-Dollar pro Jahr zur Verfügung. Allerdings ist die Wachstumsprognose etwas optimistisch: Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass das BIP in den USA 2012 um 1,8 Prozent wächst.

BTE stellt sich vor, dass der Etat zu einer Hälfte durch Kürzungen der Gelder verschiedener Ministerien aufgebracht wird. Der Löwenanteil fiele dabei auf das US-Verteidigungsministerium: Das soll 5 Milliarden US-Dollar seines eigenen Etats sowie 4 Milliarden aus dem für den Krieg gegen den Terror abgeben. Für die andere Hälfte sollen die Steuern geringfügig erhöht werden. "Durch diese Veränderungen der Haushalte und der Steuern wird das Land nicht untergehen. Tatsächlich werden sie kaum auffallen", glaubt BTE-Dan. Es sei fantastisch, dass so ein grandioses Projekt mit so geringen Belastungen durchgeführt werden könnte.

Drei Schiffe im Jahrhundert

Der Baubeginn für das erste Schiff ist laut Zeitplan für 2014 angesetzt. Dann wäre das Schiff 2034 einsatzbereit. Allerdings denkt BTE schon weiter: Im gleichen Jahr soll der Bau des nächsten Raumschiffs begonnen werden. Das soll eine Beschleunigung von 0,02 g haben, was die Flugzeit zum Mars auf 29 Tage verkürzt. Die Gen2 Enterprise könnte mit einer Treibstoffladung sogar bis zum Pluto kommen, also praktisch bis zum Rand des Sonnensystems. Die Bauzeit wird dann allerdings 33 Jahre betragen. Laut BTW sollen pro Jahrhundert drei Raumschiffe gebaut werden.

Die Enterprise wäre Raumschiff, Raumstation und Raumhafen in einem. Damit hätte die Menschheit eine dauerhafte Basis im Weltraum. "Wir haben die technischen Möglichkeiten, um die erste Generation des Raumschiffs, das als USS Enterprise bekannt ist, zu bauen - also lasst uns das machen!", appelliert BTE.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 12,49€
  3. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  4. 9,99€

ErnstBeckmann 23. Jun 2015

Hallo, Du hast vollkommen Recht. Unser Sonnensystem ist mittlerweile gründlich mittels...

ErnstBeckmann 23. Jun 2015

Eine Enterprise ist technisch eine Einbahnstraße. Beschränkt manovierungsfähig. Die Art...

Lalande 27. Apr 2015

Es ist nicht naiv, sondern wichtig, dass es Menschen gibt die an Ideale glauben, um dem...

neocron 21. Mai 2012

gar nicht ... abkoppeln, und wegschmeissen ... fertig ... derartige probleme waeren da...

neocron 21. Mai 2012

oh klasse, jetzt hast du das Problem von Sauerstoff auf Wasser gelegt! Denn fuer die...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /