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Raumfahrt: Eine Rakete pro Woche

Massenproduktion senkt die Stückkosten, das gilt auch für Raketen. Die neuseeländische Firma Rocketlab hat eine Fabrik eröffnet, in der Raketen in Serie produziert werden sollen.

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In Zukunft soll jede Woche eine dieser Raketen fliegen.
In Zukunft soll jede Woche eine dieser Raketen fliegen. (Bild: Rocketlab)

Bisher ist die Electron Rakete des Neuseeländischen Unternehmens Rocketlab erst zweimal geflogen, aber das Unternehmen hatte von Anfang an größere Pläne. Um die Kosten pro Start zu senken, sollten in Zukunft 50 dieser Raketen pro Jahr gestartet werden. Die Fabrik, in der sie gebaut werden sollen, wurde letzte Woche in der Neuseeländischen Stadt Auckland eröffnet. Aus rechtlichen Gründen befinden sich der Unternehmenssitz und Teile der Produktion allerdings in den USA.

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Die Electron ist die derzeit kleinste Rakete der Welt. Mit 4,9 Millionen US-Dollar pro Start hat keine andere Rakete hat so niedrige Startkosten. Sie kann Satelliten mit 150 Kilogramm Masse in einen niedrigen Erdorbit bringen. Damit ist sie, bezogen auf die Nutzlast, keineswegs billig. Kleinsatelliten der Größenordnung von 100 Kilogramm kosten in den meisten Fällen selbst deutlich über 5 Millionen US-Dollar in Entwurf und Konstruktion. Dennoch lohnt sich die Rakete, verbunden mit der Flexibilität, den Orbit selbst wählen zu dürfen, für den Kunden.

Die niedrigen Startkosten würden es Unternehmen erlauben, kleinere Satelliten gezielt in eigene Orbits zu bringen, anstatt auf Mitfluggelegenheiten in größeren Raketen warten zu müssen. Dazu muss die Rakete aber regelmäßig fliegen. Nach dem ersten erfolgreichen Flug im Januar verzögert sich der nächste aber bereits seit Monaten wegen eines defekten Steuergeräts für die Triebwerke. Die Rakete soll nun im November starten, gefolgt von einer weiteren mit einem Nasa-Satelliten im Dezember.

Rocketlab muss 500 Raketentriebwerke pro Jahr produzieren

Die Electron wurde von Anfang an auf Massenproduktion ausgelegt, um die Startkosten niedrig zu halten. Hier orientierte sich Rocketlab an der Falcon 9. Mit neun Triebwerken in der ersten Stufe und einem weiteren in der zweiten, kommen viele identische Teile zum Einsatz. Eine einfache dritte Stufe bringt die Kleinsatelliten dann in ihren endgültigen Orbit. Denn meistens verfügen die zwar über Geräte zur Lagekontrolle, aber nicht über einen eigenen Antrieb und sind so vollständig auf die Rakete angewiesen.

Die Fabrik muss 500 Triebwerke pro Jahr produzieren, um die Ziele zu erreichen. Das erlaubt eine viel rationalere Produktion mit einem größeren Teil automatisierter Anlagen, als etwas bei der Produktion der Triebwerke einer Ariane 5, von denen nur sechs pro Jahr gebaut werden. Das erfordert zwar eine hohe Anfangsinvestition in die Produktionsanlagen, wird aber die Stückkosten letztlich senken.

Das Unternehmen hofft, in Zukunft nicht nur 50, sondern bis zu 100 Starts pro Jahr anbieten zu können. Um die große Zahl von Raketenstarts in Zukunft bewältigen zu können, will das Unternehmen auch weitere Startplätze eröffnen. Bisher wurden alle Raketen aus Neuseeland gestartet. Demnächst wird für Starts für die US-Regierung und Untenehmen aus den USA auch eine Startrampe auf Wallops Island an der Ostküste des Landes zur Verfügung stehen. Allerdings nur mit der Erlaubnis für einen Start pro Monat, die Lizenz für Neuseeland sieht bis zu zehn Starts pro Monat vor.



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NaiZyy 19. Okt 2018

Der Weltraum ist echt! Niemals Hinterfrage uns!

Kay_Ahnung 19. Okt 2018

Ja sorry da meinte ich gar nicht an dich dachte das ist klar :) Ich wollte nur das...

M.P. 18. Okt 2018

Immerhin hat Peenemünde Tradition. Wenn man später Schadstoffe im Boden findet, kann man...

AndyMt 18. Okt 2018

So schlimm ist es nicht. Bei den niedrigen Umlaufbahnen die angestrebt werden, verglühen...

harryklein 18. Okt 2018

Es ist fraglich, ob das funktioniert. Ein Skaleneffekt stellt sich erst ab einer gewissen...


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