Raumfahrt: Eine Deutsche soll ins All
Russinnen, Amerikanerinnen, Französinnen, Italienerinnen – aber keine Deutsche: Alle elf Deutschen im Weltraum waren Männer. "Der zwölfte deutsche Mensch sollte ein Frau sein" , sagt Claudia Kessler, Geschäftsführerin von HE Space(öffnet im neuen Fenster) , einem Personaldienstleister für die Raumfahrtindustrie.
Kessler hat die Initiative Die Astronautin(öffnet im neuen Fenster) gegründet, um das zu ändern. Ziel ist, noch vor 2020 die erste deutsche Frau in den Weltraum zu bringen. "Ich habe super ausgebildete promovierte Ingenieurinnen kennengelernt, die Astronautin werden wollen. Doch eine offizielle Ausschreibung ist nicht in Sicht" , sagt Kessler.
Zwei Astronautinnen werden ausgebildet
Bis zum 30. April können sich Kandidatinnen bewerben. Voraussetzungen sind neben einem abgeschlossenen Studium der Ingenieurs- oder Naturwissenschaften oder einer vergleichbaren Ausbildung im militärischen Bereich die deutsche Staatsbürgerschaft und natürlich eine gute körperliche Konstitution. Bis Oktober will die Initiative unter den Bewerberinnen zwei auswählen, die in einem russischen Trainingszentrum zu Astronautinnen ausgebildet werden. Eine der beiden soll noch in diesem Jahrzehnt zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen.
Das Projekt ist relativ teuer: Kessler schätzt die Kosten auf 30 und 40 Millionen Euro. Das Problem: Die Finanzierung steht noch nicht fest. Das Geld soll von Sponsoren und durch Crowdfunding zusammenkommen.
Die Initiative hat bereits einige Unterstützer, darunter das europäische Netzwerk Women in Aerospace und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Initiative könne nicht nur die Raumfahrt in Deutschland populärer machen, sondern gerade bei Mädchen die Wahl eines naturwissenschaftlichen Studiums befördern, sagt das DLR.
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