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Raumfahrt: Ein Milliardär könnte der nächste Nasa-Chef werden

Geht es nach dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump , könnte der private Astronaut und SpaceX -Unterstützer Jared Isaacman Leiter der Nasa werden.
/ Patrick Klapetz
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Collage: Donald Trump (r.) hat Jared Isaacman (l.) als Nasa-Administrator nominiert. (Bild: SpaceX, Pngall, Pluspng, Montage: Golem.de)
Collage: Donald Trump (r.) hat Jared Isaacman (l.) als Nasa-Administrator nominiert. Bild: SpaceX, Pngall, Pluspng, Montage: Golem.de

Donald Trump gab am 4. Dezember 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass er Jared Isaacman (41), einen milliardenschweren Geschäftsmann und Raumfahrtenthusiasten, als neuen Administrator der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa nominiert hat.

"Ich freue mich, Jared Isaacman, einen versierten Wirtschaftsführer, Philanthropen, Piloten und Astronauten, als Administrator der National Aeronautics and Space Administration (Nasa) zu nominieren" , schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social Truth.

Losgelöst im Weltraum

Isaacman war bereits zweimal bei privat finanzierten Missionen im Weltall, damit wäre er erst der vierte Nasa-Administrator, der selbst Weltraumerfahrung gesammelt hat. Vor ihm hatte die Behörde 14 Administratoren.

Trumps Entscheidung dürfte auch daher rühren, dass Isaacmann einer der lautstärksten Befürworter der kommerziellen Raumfahrt ist. Auf eigene Initiative unterstützte er das Polaris-Programm und er ist mit dem zwei separate kommerzielle Missionen in den Orbit aufbrachen (mit Inspiration-4 und Polaris Dawn ). Zudem führte Isaacman während einer dieser Missionen den ersten privaten Weltraumspaziergang durch.

Durchgeführt wurden die Missionen von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk – einem der engsten Unterstützer des Trump-Wahlkampfes und designiertem Leiter einer geplanten US-Abteilung für Effizienz .

Frischer Wind für die Nasa

"Mit seiner Nominierung wird auch deutlich, New Space Made in America ist mehr als Elon Musk und SpaceX" , schrieb Matthias Wachter, Abteilungsleiter beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), in einem Linkedin-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) . Dort beschrieb er Isaacman als jung und mutig: "Seine Nominierung als Nasa-Administrator ist ein richtungsweisendes Signal. Er verkörpert die Aufbruchstimmung in der kommerziellen Raumfahrt."

Laut einem Beitrag auf Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) bekommt die Nominierung auch aus der Nasa Zuspruch. "Jared Isaacman wird ein herausragender Nasa-Administrator und Anführer der Nasa-Familie sein" , sagte Jim Bridenstine, der die Weltraumbehörde während Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus als Administrator leitete. Er fordert den Senat auf, Isaacman "schnell zu bestätigen" .

Lori Garver, stellvertretende Nasa-Administratorin während der Obama-Regierung, schrieb auf X, dass Isaacmans Nominierung eine "großartige Neuigkeit" sei, und fügte hinzu, dass "er die Möglichkeit hat, auf den erstaunlichen Errungenschaften der Nasa aufzubauen, um unseren Weg in eine noch hellere Zukunft zu ebnen" .

Falls Isaacmann tatsächlich Nasa-Administrator wird, dürfte sich auch in Bezug auf das Artemis-Programm etwas ändern. Als es im letzten Jahr um Budgetkürzungen im New-Horizons-Programm ging, schrieb er auf X(öffnet im neuen Fenster) , dass er verwirrt sei, wie man " Milliarden pro Start für eine Einweg-Megarakete " und "zwei Mondlandegeräte finanzieren" , dann aber "das Personal von New Horizons nicht auf dem derzeitigen Niveau halten" könne, um drei Millionen US-Dollar einzusparen.


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