Raumfahrt: Drei Taikonauten fliegen in Kürze ins All

China plant einen bemannten Raumflug in naher Zukunft. Die Startvorbereitungen auf dem Raketenstartplatz Jiuquan(öffnet im neuen Fenster) in der Provinz Innere Mongolei sind bereits im Gange.



Voraussichtlich Mitte dieses Monats soll das Raumschiff Shenzhou IX(öffnet im neuen Fenster) starten, teilte die chinesische Raumfahrtorganisation China Manned Space Engineering (CMSE) mit(öffnet im neuen Fenster) . Das Raumschiff und sein Transportvehikel, eine Trägerrakete vom Typ Langer Marsch CZ-2F(öffnet im neuen Fenster) , seien am Wochenende aus der Montagehalle zur Abschussrampe transferiert worden. Bis zum Start müssten aber noch verschiedene Tests durchgeführt werden.
Erster menschlicher Besuch auf Tiangong
Ziel von Shenzhou IX I (auf Deutsch etwa: Götterschiff) ist die 2011 ins All geschossene Raumstation Tiangong I(öffnet im neuen Fenster) (Himmelspalast). Mit dem Raumschiff werden erstmals Taikonauten – so werden Astronauten in China genannt – zur Tiangong fliegen. Die Raumstation ist bisher noch unbemannt.
Auch der erste Besucher, das Raumschiff Shenzhou VIII(öffnet im neuen Fenster) , flog im Herbst 2011 ohne Besatzung zur Station. Aufgabe von Shenzhou VIII war, unbemannte Andockmanöver zu testen.
Drei Taikonauten
Drei Taikonauten werden zu der Raumstation fliegen. Sieben Kandidaten, zwei Frauen und fünf Männer, stünden zur Auswahl, berichtet die Tageszeitung China Daily(öffnet im neuen Fenster) . Wer tatsächlich ins All fliegt, wird erst wenige Tage vor dem Start bekanntgegeben. Geplant ist, dass eine der beiden Frauen mitfliegt. Nur zwei Taikonauten sollen die Station betreten. Das dritte Besatzungsmitglied soll aus Sicherheitsgründen an Bord von Shenzhou bleiben.
Tiangong I ist eine Testraumstation. Sie soll bereits nächstes Jahr wieder zum Absturz gebracht werden. Sie dient zur Vorbereitung einer bemannten Raumstation(öffnet im neuen Fenster) , die China um das Jahr 2020 ins All schießen will. Diese soll die Nachfolgerin der Internationalen Raumstation werden, die 2020 verglühen soll.