Raumfahrt: Dream Chaser fliegt erstmals 2016
Der Raumtransporter Dream Chaser(öffnet im neuen Fenster) soll am 1. November 2016 erstmals in den Orbit fliegen. Das hat das US-Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation(öffnet im neuen Fenster) (SNC) angekündigt(öffnet im neuen Fenster).

Der Dream Chaser soll künftig Besatzungen und Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) bringen. Das Konzept ähnelt dem des Spaceshuttles: Der Dream Chaser ist ebenfalls eine wiederverwendbare Raumfähre, die wie ein Flugzeug landet.
Dream Chaser und Atlas V
Anders als das Spaceshuttle wird der Dream Chaser auf der Spitze einer Trägerrakete ins All geschossen. Als Transportvehikel will SNC eine Atlas V(öffnet im neuen Fenster) einsetzen. Die Trägerrakete wird von United Launch Alliance(öffnet im neuen Fenster) (ULA) gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen der beiden Luft- und Raumfahrtkonzerne Boeing und Lockheed Martin. Der Startplatz wird Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida sein.
SNC hat für die Entwicklung des Dream Chasers Finanzmittel von der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Rahmen des Commercial Crew Programs(öffnet im neuen Fenster) (CCP) bekommen. Dessen Ziel ist es, Raumfahrzeuge durch US-Unternehmen entwickeln zu lassen, die Versorgungsgüter und vor allem Astronauten zur ISS bringen.
ISS bleibt länger im All
Nach der kürzlichen Verlängerung der ISS-Mission um mindestens vier Jahre besteht der Bedarf für Transporte zur ISS auf jeden Fall. Neben SNC nehmen noch SpaceX und Boeing am CCP teil.

Der Erstflug des Dream Chasers wird unbemannt sein. 2017 könnte der Dream Chaser erstmals bemannt fliegen. Beim ersten Gleitflug Ende Oktober 2013 gab es eine Panne: Beim Aufsetzen brach eines der Fahrwerke.
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