Raumfahrt: Die Nasa will zur Venus oder zu einem Asteroiden
Auf ins Sonnensystem: 2020 will die Nasa ein oder zwei Forschungsmissionen zu Zielen in unserem Sonnensystem schießen. Ziele sind unter anderem zwei Asteroiden und die Venus.
In fünf Jahren zur Venus? Oder lieber zu einem Asteroiden? Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) finanziert fünf Projekte, die im Jahr 2020 starten könnten. Eines oder zwei werden im einem Jahr ausgewählt.
Gleich zwei Missionen haben die Venus zum Ziel: Die Deep Atmosphere Venus Investigation of Noble Gases, Chemistry, and Imaging (Davinci) besteht aus einer Sonde, die über dem Nachbarplaneten abgeworfen wird. In einem 63 Minuten langen Abstieg zur Oberfläche soll sie dessen Atmosphäre erforschen.
Gibt es aktive Vulkane auf der Venus?
Unter anderem wollen die Forscher um Lori Glaze vom Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt im US-Bundesstaat Maryland klären, wie die Oberfläche des 500 Grad heißen Planeten mit der Atmosphäre interagiert. Zudem wollen sie herausfinden, ob es auf der Venus heute noch aktive Vulkane gibt.
Das zweite Venus-Projekt, Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography and Spectroscopy Mission (Veritas), will die Oberfläche des Planeten kartieren. Auf den Karten soll die Topographie der Venus sowie die Beschaffenheit ihrer Oberfläche dargestellt werden.
Neocam sucht erdnahe Objekte
Die übrigen drei Projekte beschäftigen sich mit Asteroiden: Die Near Earth Object Camera (Neocam) soll nach erdnahen Objekten (Near Earth Object, Neo) Ausschau halten. Das sind Asteroiden, Kometen und Meteoroiden, die auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne der Erde nahe kommen - wie etwa 2014 DX110, das im vergangenen Jahr die Erde in einer geringeren Entfernung als der Mond passierte. Die Neocam soll zehnmal mehr dieser Neos entdecken als bisher bekannt sind.
Weiter weg sind die Ziele von Psyche und Lucy: Psyche hat den Asteroiden 16 Psyche zum Ziel. Der etwa 250 Kilometer große Asteroid im Steroidengürtel besteht fast vollständig aus Eisen. Er könnte der Eisenkern eines Protoplaneten sein, dessen steinerne Hülle durch Kollisionen weggesprengt wurde. Die Forscher um Lindy Elkins-Tanton von der Universität von Arizona in Tempe erhoffen sich Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten sowie einen Einblick in den Teil von Planeten, der normalerweise unter vielen Kilometern Gestein liegt.
Lucy soll Erkenntnisse über das frühe Sonnensystem bringen
Lucy ist einer der Jupiter-Trojaner - das sind Asteroiden, die die Sonne auf der gleichen Bahn wie der Jupiter umkreisen. Die Erforschung des Asteroiden soll Erkenntnisse über die Frühzeit des Sonnensystems bringen.
Die fünf Projekte sind Teil des Discovery-Programms der Nasa. Jedes erhält von der Nasa zunächst 3 Millionen US-Dollar. Mit diesem Etat sollen Analysen erstellt und Designstudien angefertigt werden. Im September kommenden Jahres entscheidet die Nasa, welches der Projekte umgesetzt wird - das kann eines, es können aber auch zwei sein. Die Nasa rechnet damit, dass die Durchführung jeder dieser Missionen 500 Millionen US-Dollar kosten wird, wobei die Kosten für den Raumflug nicht einbezogen sind.
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*Ahoooooooo* Wolfpack is back, cause a mass destruction. xD
Bevor man so viel in die Venus Mission investiert muss man natürlich vorher möglichts...
+1
Da haben wir gleich zwei Fragen mit einem Schlag geklärt. Einmal wo das Zeugs herkommt...