Raumfahrt: Die Nasa will schnell eine neue Mondlandefähre
Ab auf den Mond: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) hat die Luft- und Raumfahrtindustrie aufgerufen, Designs für Raumfahrzeuge zu entwickeln, mit denen Menschen zum Mond fliegen können – und das möglichst bald.
Im kommenden Monat will die Nasa Unternehmen wie Blue Origin, Boeing, Lockheed Martin und SpaceX auffordern, entsprechende Entwürfe einzureichen. Dafür sollen Unternehmen zwischen 300.000 und neun Millionen US-Dollar von der Behörde bekommen. An der Ausschreibung sollen sich aber auch Akteure aus dem Ausland beteiligen.
Auch das zeigt, wie eilig es der Nasa mit der Rückkehr zum Mond ist: Bis auf die Ausnahme des Servicemoduls für die Raumkapsel Orion stammten bisher alle Komponenten für bemannte Missionen aus den USA.
Schnelligkeit zählt
"Es ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich zum Mond zurückkehren" , sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine in Veranstaltung für Journalisten. Die Nasa wolle die Wiederverwendbarkeit, sie wolle Nachhaltigkeit – "aber wir wollen auch schnell sein" .
Schon in fünf Jahren soll ein Lander zum Mond fliegen, allerdings noch unbemannt. Die erste bemannte Landung auf dem Mond mit dem neuen Raumfahrzeug plane die Nasa für das Jahr 2028, berichtet das US-Onlinenachrichtenangebot The Verge(öffnet im neuen Fenster) . Endes dieses Jahres will die Nasa einen Roboter auf den Mond schicken, der mit wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet ist und unter anderem nach gefrorenem Wasser suchen soll.
Der Zeitplan der Nasa scheint recht optimistisch. Unter anderem auch deshalb, weil die Entwicklung der neue Nasa-Trägerrakete Space Launch System (SLS) sich weiter verzögert: Kürzlich berichteten US-Medien, dass der für Juni kommenden Jahres geplante Erstflug wahrscheinlich verschoben werde müsse. Nach dem ursprünglichen Zeitplan hätte SLS bereits 2017 zum ersten Mal starten sollen.
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