Raumfahrt: Deutschland soll einen Raketenstartplatz bekommen

Die deutsche Industrie wünscht sich einen eigenen Startplatz für Raketen. Die Bundesregierung zögert.

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Start einer Ariane-Rakete in Kourou
Start einer Ariane-Rakete in Kourou (Bild: Stephane Corvaja/Esa)

Starten künftig Raketen von der Nordsee aus? In Deutschland wird debattiert, ob das Land einen eigenen Raketenstartplatz bekommen soll. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) drängt auf eine schnelle Entscheidung.

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"Noch in diesem Herbst brauchen wir eine grundsätzliche politische Entscheidung, ob Deutschland einen eigenen Raketenstartplatz realisieren will", sagte Matthias Wachter, beim BDI für das Thema Raumfahrt zuständig, der Wochenzeitung Welt am Sonntag. Der Markt mit Satelliten werde in den kommenden Jahren stark wachsen. Davon soll Deutschland profitieren.

Die Frage ist, wo im dicht besiedelten Deutschland ein solcher Startplatz errichtet werden soll. Der Industrieverband schlägt eine mobile Plattform in der Nordsee vor. Von dort aus könnten kleine Raketen mit den Satelliten starten. Einen Startplatz an Land hält der BDI für nicht realistisch: "Die Auflagen für einen Raketenstartplatz an Land wären immens", sagte Wachter. "Deshalb spricht viel für eine Offshore-Lösung in der Nordsee."

Der Bund baut, Unternehmen nutzen

Den Startplatz bauen soll demnach der Bund. Er könnte ihn dann an private Raumfahrtunternehmen vermieten. Ein solches Modell sei in den USA erfolgreich: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX beispielsweise startet seine Raketen regelmäßig vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.

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Die Bundesregierung teilt den Enthusiasmus des BDI für einen eigenen Raketenstartplatz offenbar nur bedingt. Das Wirtschaftsministerium habe die Industrie gebeten, ihren konkreten Bedarf an Starts kleiner Raketen zu identifizieren und die Bereitschaft privater Investoren nachzuweisen, sagte eine Sprecherin der Welt am Sonntag. Eine Unterstützung will die Regierung von der Wirtschaftlichkeit und konkreten Vorschlägen abhängig machen.

Außerdem wolle die Regierung prüfen, ob nicht andere europäische Startplätze besser geeignet seien. Es gibt einen europäischen Startplatz für orbitale Raketen: Kourou, der allerdings im französischen Übersee-Département Französisch-Guayana liegt. Spanien unterhält einen auf der Insel Gran Canaria. Großbritannien plant nach dem Austritt aus der Europäischen Union einen Startplatz in Schottland. Daneben gibt es noch eine Reihe von Startplätzen für suborbitale Raketen.

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TrollNo1 16. Jul 2020

Flüge zum Mond müssen aber nachts starten. Sonst sieht man den doch nicht!

TrollNo1 16. Jul 2020

Bitte nicht Fehmarn. Da ist es so idyllisch, Rehe hoppeln frühmorgens durch die Gärten...

champ1000 14. Jul 2020

Die Raketen verbrennen nur wasserstoff auch wenn das immer aussieht als würden sie hier...

NilsP 14. Jul 2020

Aktuell arbeiten (fast) alle daran, Raumfahrt BILLIGER zu machen. Deutschland will es...



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