Raumfahrt: Defekte Pumpe verhindert Cygnus-Start
Ein defekte Pumpe auf der Internationalen Raumstation(öffnet im neuen Fenster) (Internationale Space Station, ISS) verzögert den Flug der Raumfähre Cygnus(öffnet im neuen Fenster). Das fehlerhafte Teil muss zuerst repariert werden.
Die vom US-Raumfahrtunternehmen Orbital Sciences(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Raumfähre sollte am 19. Dezember 2013 ihren ersten regulären Versorgungsflug zur ISS absolvieren. Die Trägerrakete Antares(öffnet im neuen Fenster) stand schon für den Start auf der Rampe auf dem Raketenstartplatz Wallops Flight Facility auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia.
Der Start werde nicht vor dem 13. Januar 2014 erfolgen, erklärt Orbital Sciences(öffnet im neuen Fenster). Deshalb soll die Rakete wieder in die Horizontale gebracht und dann in einen Hangar transportiert werden. Die Nutzlastverkleidung der Antares müsse dann geöffnet und ein Teil der Versorgungsgüter aus der Cygnus entfernt werden.
Defekt an Kühlpumpe
An einer Pumpe des Kühlsystems der Station ist ein Ventil kaputt. Das entsprechende Modul muss ausgetauscht werden. Dazu sind nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa(öffnet im neuen Fenster) drei Außenbordeinsätze (Extra-Vehicular Activity, kurz EVA) nötig.
Die Astronauten Rick Mastracchio und Mike Hopkins werden am 21., 23. und 25. Dezember den Austausch vornehmen. Jeweils um 13:10 Uhr unserer Zeit geht es los. Jeder Weltraumspaziergang soll 6,5 Stunden dauern. Die Nasa überträgt diese live ab 12:15 Uhr im Internet.
Verzögerung beim Demonstrationsflug
Die Cygnus war am 18. September 2013 an Bord einer Antares-Trägerrakete zu ihrem Demonstrationsflug zur ISS gestartet. Dort sollte sie am 22. September andocken. Bei der Annäherung an die Station war jedoch ein Softwarefehler aufgetreten. Weil außerdem eine bemannte Sojus-Raumfähre auf dem Weg zur ISS war, verzögerte sich das Andocken schließlich um eine ganze Woche.
Mit Cygnus wird Orbital Sciences private Versorgungsflüge zur ISS durchführen. Anders als die Raumkapsel Dragon des Konkurrenten Space Exploration Technologies (SpaceX) ist sie nicht wiederverwendbar: Sie wird mit Abfällen beladen und verglüht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.
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