Raumfahrt: Cygnus-Raumfrachter dockt trotz Fehlfunktionen an ISS an
Nach einem wilden Flug mit der Rakete fehlt dem Cygnus-Raumfrachter ein Solarpanel.
Obwohl ihm eines der zwei Solarpanels fehlt und einer von drei Lidar-Sensoren nicht funktioniert, hat ein Cygnus-Raumfrachter an die internationale Raumstationen ISS angedockt. Der Grund für die Fehlfunktionen dürfte wohl der sehr ungewöhnliche Flug in den Orbit mit der Antares-230-Rakete auf dem vorletzten Flug dieses Raketentyps gewesen sein.
Der Flug der ersten Raketenstufe mit zwei russischen RD-181-Triebwerken verlief noch normal. Aber nach der Stufentrennung versagte den Anzeigen der Telemetrie nach zu urteilen die Lagekontrolle der Oberstufe. Vor der Abtrennung der Nutzlastverkleidung hatte sich die Oberstufe samt Frachter bereits quer zur Flugrichtung gedreht und drehte sich anschließend weiter.
Bei Zündung des Triebwerks zeigte die Oberstufe fast entgegen der Flugrichtung. Nach Zündung des Triebwerks wurde die falsche Lage binnen Sekunden korrigiert. Das rettete den Frachter und ermöglichte den Flug in den Orbit, setzte die Nutzlast aber ungeplant starken Beschleunigungskräften quer zur Flugrichtung aus, für die sie nicht konstruiert ist. Es ist wahrscheinlich, dass die Fehlfunktion des Solarpanels dadurch ausgelöst wurde.
Die Rakete wird demnächst ersetzt
Es wird nun nach der genauen Ursache gesucht. Anschließend wird entschieden, ob der Cygnus-Frachter NG-18 Sally Ride wie die Vorgängermissionen mehrere Monate im Orbit bleiben oder nur eine verkürzte Mission fliegen wird.
Die Antares 230 wird nur noch einmal fliegen, bis die verbliebenen russischen RD-181 Triebwerke aufgebraucht sind. Auch beim Rest der Konstruktion der ersten Stufe gibt es Probleme. Sie wurde von der ersten Stufe der Zenit-Rakete abgeleitet, die genauso wie die erste Stufe der Antares in der Ukraine gebaut wurde.
Die nächsten drei Cygnus-Frachter sollen von SpaceX mit einer Falcon 9 gestartet werden, bevor eine neue Antares-330-Rakete mit einer ersten Raketenstufe von Firefly Aerospace und sieben Miranda-Triebwerken konstruiert wird. Diese könnte möglicherweise auch für Landungen wie die Falcon 9 geeignet sein.
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richtig aber kaum wirklich große, denn der Flugvektor ändert sich nicht wenn man sich...
Wird die Angehörigen und ehemaligen Studenten von Sally Ride freuen ...
Dass das nicht in einem Totalverlust endete, ist ein Wunder!