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Raumfahrt: Cygnus lässt Sojus-Raumfähre den Vortritt

Mit einer Woche Verspätung hat der private Raumtransporter Cygnus an der ISS festgemacht. Ein Softwarefehler und eine bemannte Sojus-Raumfähre verzögerten das Andocken an die Station.

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Hab dich: Die Raumfähre Cygnus ist vom Canadarm2 eingefangen worden (am 29. September 2013)
Hab dich: Die Raumfähre Cygnus ist vom Canadarm2 eingefangen worden (am 29. September 2013) (Bild: Nasa-TV)

Mit reichlich Verspätung hat die Raumfähre Cygnus an die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) angedockt: Der Transporter hat am 29. September 2013 an der ISS festgemacht - eine Woche später als geplant.

  • Die unbemannte Raumfähre Cygnus nähert sich der ISS am 29.09.2013. (Foto: Nasa)
  • Gleich ist es so weit: Die Cygnus ist nur wenige Meter vom Canadarm2 entfernt. (Foto: Nasa)
  • Der Roboterarm der ISS hat die Kapsel eingefangen und zur Andocköffnung geschwenkt. Das Dockingmanöver ist abgeschlossen. (Foto: Nasa)
  • Ihr musste die Cygnus den Vortritt lassen: Die Raumfähre Sojus befindet sich am 25.09.2013 mit drei Mann an Bord im Anflug auf die ISS. (Foto: Nasa)
  • Hochbetrieb an der ISS: Fünf Kapseln sind derzeit an der Station angedockt. (Bild: Nasa)
Die unbemannte Raumfähre Cygnus nähert sich der ISS am 29.09.2013. (Foto: Nasa)
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Gegen 13 Uhr am Sonntag fing Luca Parmitano von der Besatzung der Station das Raumfahrzeug mit dem Roboterarm Canadarm2 ein, als es sich der Station bis auf knapp 10 Meter genähert hatte. Um 14:44 Uhr war das Dockingmanöver abgeschlossen.

Luken öffnen

Wenn alle Energieverbindungen hergestellt sind und die Kapsel auf etwaige Schäden überprüft wurde, können die Luken geöffnet werden. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) rechnet damit, dass es am Montagabend so weit ist. Dann kann die Besatzung beginnen, die knapp 600 Kilogramm Versorgungsgüter zu entladen.

Die Cygnus war am 18. September 2013 an Bord einer Antares-Trägerrakete zu ihrem Demonstrationsflug zur ISS gestartet. Dort sollte sie am 22. September andocken. Bei der Annäherung an die Station war jedoch ein Softwarefehler aufgetreten.

Bemannt vor unbemannt

Zwar konnte das Bodenpersonal den Fehler in der Navigationssoftware beheben. Cygnus musste aber der Sojus den Vortritt lassen: Die bemannte russische Raumfähre brachte am 25. September drei neue Besatzungsmitglieder auf die ISS: den US-Astronauten Michael Hopkins und die beiden russischen Kosmonauten Oleg Kotov und Sergei Ryazanski. Die unbemannte Cygnus folgte der ISS in sicherer Entfernung.

Cygnus und Antares sind von Orbital Sciences entwickelt worden. Mit dem Gespann wird das US-Raumfahrtunternehmen künftig private Versorgungsflüge zur ISS durchführen. Bei dem Demonstrationsflug geht es darum zu zeigen, dass das Raumfahrzeug sicher manövriert und angedockt werden kann. Der erste reguläre Flug soll Ende dieses Jahres folgen.

Fünf Kapseln

An der ISS herrscht derzeit Hochbetrieb: Neben der Cygnus sind an der Station zwei Sojus-Raumfähren, eine Progress-Kapsel sowie das europäische Versorgungsraumschiff Automated Transfer Vehicle (ATV) angedockt.

Die Cygnus wird die Station voraussichtlich am 22. Oktober 2013 verlassen. Anders als die Raumkapsel Dragon des Konkurrenten Space Exploration Technologies (SpaceX) ist sie nicht wiederverwendbar: Sie wird mit etwa 800 Kilogramm Abfällen beladen und verglüht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

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