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Raumfahrt: Cygnus bringt Ameisen zur ISS

Das große Krabbeln auf der ISS: Der Raumtransporter Cygnus, der am 12. Januar an der Station angedockt hat, hat neben Lebensmitteln auch mehrere Ameisenvölker in die Erdumlaufbahn befördert.
/ Werner Pluta
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Cygnus beim Andocken an die ISS (am 12.1.2014): 1,2 Tonnen Versorgungsgüter (Bild: Nasa TV)
Cygnus beim Andocken an die ISS (am 12.1.2014): 1,2 Tonnen Versorgungsgüter Bild: Nasa TV

Plangemäß hat Cygnus(öffnet im neuen Fenster) an der Internationalen Raumstation(öffnet im neuen Fenster) (International Space Station, ISS) festgemacht. Der Raumtransporter des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences(öffnet im neuen Fenster) bringt Versorgungsgüter zur Station. Darunter sind Lebensmittel – und Kerbtiere.

Am 12. Januar um 12:08 Uhr, nach rund drei Stunden Annäherungsflug, hing die Cygnus am Canadarm2. Mit dem Roboterarm der ISS werden die Transporter eingefangen und die letzten Meter zur Station geschwenkt, damit sie angedockt werden können. Gut zwei Stunden später war das Dockingmanöver abgeschlossen. Um 18:17 Uhr öffneten die beiden ISS-Besatzungsmitglieder Mike Hopkins und Rick Mastracchio die Luke zu Cygnus.

Ausgefallener Sonnensturm

Der unbemannte Transporter war am Abend des 9. Januar unserer Zeit vom Startplatz Wallops Flight Facility auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia aus gestartet. Wegen technischer Schwierigkeiten an der ISS, schlechten Wetters sowie eines befürchteten, letztlich aber ausgefallenen Sonnensturms hatte sich der erste reguläre Flug der Cygnus um drei Wochen verzögert.

Beladen ist der Transporter mit 1,2 Tonnen an Versorgungsgütern, darunter frische Lebensmittel, Kleidung, einige nachträgliche Weihnachtsgeschenke sowie wissenschaftliche Ausrüstung.

Ameisen im Weltall

Zu letzterer gehören auch rund 800 Ameisen(öffnet im neuen Fenster), verteilt auf acht Völker. Wissenschaftler wollen herausfinden, wie die Insekten auf die Beinahe-Schwerelosigkeit reagieren und wie sich unter diesen ungewohnten Bedingungen verhalten. Initiiert wurde das Experiment von Bioserve, einer Abteilung der Universität des US-Bundesstaates Colorado in Boulder. Es ist eines von mehreren Studenten-Experimenten, die Cygnus mit auf die ISS genommen hat.

Cygnus wird bis zum 18. Februar an der ISS angedockt bleiben. Dann wird sie mit 1,3 Tonnen Abfällen beladen und beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen – anders als die Raumfähre Dragon von SpaceX ist Cygnus nicht wiederverwendbar.


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